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Fleisch aus der Flasche : Eklig oder gesund?

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Die Macher von „Pete and Phil’s“: Peter Klassen und sein Sohn Philipp Bild: Metzgerei Klassen

Die Landmetzgerei Klassen stellt aus allen Teilen eines Tieres Fleischgetränke her. Sie sollen auch eine Nahrungsalternative für Senioren und Kranke sein.

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          Fleischgetränke bietet die Landmetzgerei Klassen aus Temmels an der Mosel unter dem Namen „Pete and Phil’s“ an. Die Produkte, die auch zum Kochen verwendet werden können, gibt es in den Sorten Butcher’s Beef, Poulet Royal und Beef Bombay. Sie können für einen schnellen Energieschub sorgen, zum Beispiel für Sportler,  oder eine Nahrungsalternative für Senioren und Kranke sein. Man kann sie auch in Globus-Filialen kaufen.

          In der Metzgerei kostet eine 0,33-Liter-Flasche 2,80 Euro. Die Getränke sättigten wie eine ganze Mahlzeit und seien deshalb auch für Menschen in belastenden Berufen geeignet. Nach eigenen Angaben ist Pete and Phil’s das erste Fleischgetränk dieser Art. Allerdings stelle die Metzgerei Lobermeier aus Notzing in Bayern den Brühen-Saft-Smoothie „Kraft-Bouillon Orange Ingwer Kurkuma“ her. Peter Klassen hat in die Geschäftsidee rund 2 Millionen Euro investiert. Ein globales Patent sei am Laufen. Er ist überzeugt, dass das Produkt in einigen Jahren als normal angesehen werde, zumal die Zutaten ganz natürlich seien. „Was ich nicht verstehen kann, ist, wenn jemand sagt, es sei ekelhaft.“ Er war sich aber bewusst, dass flüssiges Fleisch polarisieren würde.

          Metzgereien verarbeiten oft nur die edleren Teile eines Tieres. Klassen ist der Meinung, ein Tier sollte komplett verwertet werden und nicht nur für seine Edelteile sterben. Das Fleisch für die Trinkmahlzeit sei oft das, „das der Verbraucher im Laden nicht kauft“. Nicht verkaufte Reste, beispielsweise vor Weihnachten, können ebenfalls verwertet werden.

          „Es könnte auch Fleisch verwendet werden, das nur noch zwei bis drei Tage haltbar ist und durch die Verarbeitung wieder eine Mindesthaltbarkeit von einem Jahr erreicht.“ Das Produkt, das auch Gemüse enthält, wird warm abgefüllt und sterilisiert.10.000 Flaschen stellt das Unternehmen im Monat her. Man plant, im Laufe des Jahres 20 000 bis 25 000 zu produzieren.

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