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Pannen-Flughafen : Die Lufthansa rät: BER abreißen!

Wann wird der Hauptstadtflughafen endlich fertig? Bild: dpa

Gerade erst wurde bekannt, dass am Hauptstadtflughafen 750 Monitore ausgetauscht werden müssen. Jetzt legt sich ein Lufthansa-Vorstand fest.

          Die Lufthansa hat offenbar den Glauben an den neuen Berliner Flughafen verloren. Dahin ist das Zutrauen, dass das vermaledeite Großprojekt jemals fertig wird. „Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut“, sagte Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks, verantwortlich für die konzerninterne Billigfluglinie Eurowings, am Freitag vor Managern auf dem „Unternehmertag am Tegernsee“, einem hochkarätigen Kongress vor Bergkulisse.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Da hatten sich die Bauherren in der Hauptstadt gerade aufs Neue lächerlich gemacht: 750 Monitore für Fluggastinformation müssen ausgetauscht werden, lange bevor der Flughafen eröffnet wird. Kosten für die peinliche Aktion: 500.000 Euro. Die Bildschirme im Hauptterminal waren sechs Jahre lang mit der allgemeinen Stromversorgung mitgelaufen, so die offizielle Begründung, dadurch hätten die meisten das Ende der Lebensdauer erreicht. Schließlich war der erste Termin für die Eröffnung schon für 2012 anberaumt, da hat sich in der Zwischenzeit mancher Schrott angesammelt, nicht nur im Elektrobereich, sagt Dirks – und der Mann kennt sich aus, schließlich war er Bitkom-Präsident, bevor er in die Fliegerei wechselte.

          Die Lufthansa steht nun vor dem Problem, dass ihre Ausstattung im Hauptstadtflughafen nach jahrelanger Verzögerung schon wieder überholt ist. „Es war ja alles fertig zum ersten Eröffnungstermin, unsere Schalter, das Mobiliar“, sagt Dirks. Auch wenn die Baustelle ruhte, die Welt hat sich seither weitergedreht. So hat die Lufthansa eben ihr Logo, den Kranich, überarbeitet, auch die Farben im Markenauftritt haben sich geändert. „Das müssen wir in Berlin alles umbauen“, sagt Dirks, „ich weiß nicht, wie das gehen soll.“

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