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Cannabis-Unternehmer Ben Ward : Der Mann mit dem Gras

Ben Ward wuchs als strenger Baptist auf, heute repräsentiert er die ambitionierte Cannabis-Branche. Bild: Wayland

Ben Ward kämpft für die heilende Wirkung von Cannabis – aus eigener Erfahrung. Kanada allein ist dem früheren Baptisten nicht genug. Er will auch in Deutschland anbauen.

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          Auf die Frage, ob er selbst rauche, soll der Geschäftsführer des amerikanischen Tabakkonzerns R. J. Reynolds einst mit einem empörten „Sind Sie verrückt?“ reagiert haben. Ben Ward käme das nicht über die Lippen. Seit 2016 ist er Chef des kanadischen Cannabis-Unternehmens Wayland, das bis vor kurzem unter dem Namen Maricann firmierte. Ward kämpft damit für jenen Stoff, dem er selbst viel zu verdanken hat. Zwar nicht ganz so viel wie seinem engagierten Schutzengel, der ihm vor zwölf Jahren das Leben rettete, als ihn, an der roten Ampel stehend, ein Wagen mit Tempo 100 rammte.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch danach war es Cannabis, das seine Gliederschmerzen – seine linke Hälfte war zeitweise gelähmt – linderte wie keines der unzähligen Arzneimittel zuvor. Ward steht zu Cannabis, und Cannabis gehört zu Ward. Hätte sich seine Geschichte nicht genau so ereignet, man müsste sie für einen Repräsentanten der ambitionierten Branche eigens erfinden. Seit diesem Mittwoch ist Kiffen in Kanada frei möglich. Der Legalisierung voraus gingen Marktbewegungen in Milliardenhöhe. Wie im Dotcom-Boom um die Jahrtausendwende begann ein Wettrennen der Erwartungen. Zwar hat Wayland gerade einmal 120 Mitarbeiter.

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