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Deutsche Bank : Der Abstieg der Investmentbanker

London nur mit Spesen erstklassig: Die Investmentbanker der Deutschen Bank haben bei großen Kapitalmarktgeschäften oft das Nachsehen. Bild: AFP

Die Deutsche Bank wollte einmal im Kapitalmarktgeschäft zur Weltspitze gehören. Davon ist sie längst weit entfernt. Die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt.

          5 Min.

          Die Investmentbanker der Deutschen Bank werden in der Heimat ihres Arbeitgebers wohl immer für Aufregung sorgen. Obwohl das Kreditinstitut unter dem Strich schon wieder einen Verlust melden musste, sieht es sich gezwungen, ihnen wieder mehr als 1 Milliarde Euro an Boni zukommen zu lassen. Und auch die Spesenkostenabrechnung einer 800 Mann starken Abteilung über 22 Millionen Euro, über welche die F.A.Z. am Donnerstag berichtete, wirft ein Schlaglicht auf eine Welt, die mit dem übrigen deutschen Wirtschaftsgefüge auch zehn Jahre nach der Finanzkrise wenig zu tun hat.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der wirtschaftliche Erfolg der Investmentbanker im Jahr 2017 war bescheiden: Unter dem Strich blieb ein halb so großes Vorsteuerergebnis wie im Vorjahr. Allein im einstigen Vorzeigegeschäft der Bank, dem Handel mit Anleihen und Währungen, gingen die Erträge um 29 Prozent zurück, im Aktiengeschäft nahm die Bank ein Viertel weniger ein. Steuerten die vor allem in London und New York beheimateten Banker in ihren besten Zeiten zwei Drittel zu den Erträgen bei, so war es im vergangen Jahr nur etwa so viel, wie die Privat- und Firmenkundensparte und die Vermögensverwaltung gemeinsam erbrachten.

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