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Zweigstellen werden zu Läden : Wieso die Commerzbank bald wie ein Starbucks aussehen könnte

Hier wird man auch nach dem Namen gefragt: Commerzbank-Filiale in Mannheim Bild: Commerzbank

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo eine Bankstelle dichtmacht. Nur die Commerzbank hält an ihren rund 1000 Filialen fest – und will diese nun umbauen.

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          Landauf landab schließen Banken und Sparkassen Filialen. Allen voran Hypo-Vereinsbank und Deutsche Bank haben in den vergangenen Jahren mit Verweis auf ein verändertes Kundenverhalten („mehr Online-Banking“) ihr Zweigstellennetz deutlich ausgedünnt. Viele Sparkassen und VR-Banken ziehen nach. In Deutschland gibt es im Vergleich zum Jahr 2000 heute 10.000 Bankfilialen weniger. Fachleute erwarten, dass Banken und Sparkassen in den nächsten zehn Jahren noch einmal 10.000 Filialen schließen werden. Tatsächlich vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo eine Sparkasse, Volksbank oder Raiffeisenbank eine der noch rund 27.000 Bankstellen in Deutschland dichtmacht.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nur die Commerzbank, so heißt es oft, halte an ihren rund 1000 Filialen fest. „Unser Filialnetz steht nicht zur Disposition“, sagte Finanzvorstand Stephan Engels erst vor kurzem, als ihn die F.A.Z. fragte, ob angesichts überschießender Kosten für die Digitalisierung nicht an dieser Stelle gespart werden müsse. Engels Äußerungen aber erwecken einen falschen Eindruck: Die Commerzbank spart durchaus kräftig in ihrem Filialnetz, allerdings geht das nicht mit weniger Standorten einher. Privatkundenvorstand Michael Mandel hielte das für falsch und nennt im Gespräch mit der F.A.Z. zwei Gründe: „Die Commerzbank gewinnt dort überdurchschnittlich viele Privatkunden, wo Wettbewerber gerade Filialen schließen. Und mit unseren Kunden in den Filialen machen wir mehr Ertrag als mit reinen Online-Kunden.“

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