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Tesla : Die Chinesen schuften für Musks Twitter-Deal

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Eingesperrt, um zu arbeiten: Die Tesla-Arbeiter der Schanghaier Fabrik dürfen während des Lockdowns diese nicht verlassen – so soll die Wirtschaft Chinas vor dem Totalabsturz gerettet werden. Bild: Reuters

In Schanghai sind die Tesla-Arbeiter in ihrer Fabrik eingesperrt – auf dass die Aktie steigt und Musks Traum wahr macht.

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          hena. Schanghai ⋅ Elon Musk ist ein großer China-Fan. Als die Kommunistische Partei im vergangenen Jahr ihren 100. Gründungstag feierte, schickte der reichste Mann der Welt seine Glückwünsche – natürlich auf Twitter. In einer Reaktion auf ein Zitat von Präsident Xi Jinping schrieb Musk, der Wohlstand, den China geschaffen habe, sei „wirklich irre“.

          Vergangene Woche pries der Chef des Autobauers Tesla die Arbeiter in seiner Schanghaier Fabrik, die diese im Lockdown der 26 Millionen Einwohner zählenden Metropole nicht verlassen dürfen, die internen Anordnungen zufolge sechs Tage am Stück in Zwölf-Stunden-Schichten arbeiten und in Schlafsäcken auf Matratzen auf dem Fußboden schlafen. „Geschlossener Kreislauf“ heißt das Modell, das wohl jeder deutsche Arbeitsrichter zerreißen würde. Chinas Regierung will damit die Wirtschaft vor dem Totalabsturz retten, der wegen Pekings brutaler Null-Covid-Politik eine Rezession droht.

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