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Wolfsburg : Die Autostadt verändert ihr Gesicht

Neue Autos auf einer Hebebühne in einem Autoturm auf dem Werksgelände von Volkswagen Bild: dpa

Das erste rein elektrische Modell soll tunlichst gut ankommen. Volkswagen will seine Besucher in Wolfsburg daher künftig offensiver an die Elektromobilität heranführen.

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          Mit dem von der Politik erhofften Trend zur Elektromobilität und der immer stärkeren Vernetzung der Autos wandelt auch die Wolfsburger Autostadt ihr Gesicht. „Wir erleben einen Umbruch in der Mobilität“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Autostadt, Roland Clement. „Unsere Aufgabe ist es, die großen Fragen, die es in der Gesellschaft dazu gibt, zu beantworten, auch die Phantasie über neue Mobilität vom vernetzten Auto bis zum autonomen Fahren anzuregen.“ Die Mitarbeiter der Autostadt stellen immer wieder fest, dass Besucher, aber auch Kunden, die ihren Neuwagen aus den beiden 48 Meter hohen gläsernen Türmen am Ufer des Mittellandkanals in Wolfsburg abholen, viele offene Fragen zu Elektroautos und zur Mobilität der Zukunft haben. Das mag damit zu tun haben, dass die Wende zur Elektromobilität in Deutschland ein Projekt ist, das den Bürgern eher von oben aus dem klimapolitisch bewegten Berlin verordnet wird. Er merke, dass es bei den Besuchern einen „riesigen Erkenntnisbedarf“ gebe, was die neue Mobilität angehe, sagt Clement.

          Carsten Germis

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Dabei treibt wohl kein anderer Automobilkonzern in der Bundesrepublik die Wende zum Elektroauto so massiv voran wie Volkswagen. Was liegt also näher, als die mehr als zwei Millionen Besucher, die Jahr für Jahr in die Wolfsburger Autostadt kommen, an das Elektroauto, die neue Mobilität und damit auch an die Strategie von Volkswagen heranzuführen, mit der das Unternehmen seine Rolle als Weltmarktführer verteidigen und auch bei Digitalisierung und autonomen Fahren ganz vorne mitspielen will? „Die Autostadt klinkt sich jetzt stärker ein in das, was die einzelnen Marken machen“, sagt Clement.

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