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Aufschwung verzögert sich : Die Angst vor den Corona-Pleiten

  • -Aktualisiert am

Die Pandemie hat zur schlimmsten Rezession der Nachkriegszeit geführt in Deutschland. Bild: ZB

Die Hinweise mehren sich, dass der durch Corona bewirkte Konjunktureinbruch nicht mit einem schnellen Wiederaufstieg im Herbst enden wird.

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          Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr gesunken. Was vordergründig so erfreulich aussieht, ist es aus mehreren Gründen ganz und gar nicht. Zum einen hat sich das Insolvenzgeschehen mit der Aussetzung der Anmeldepflicht von der wirtschaftlichen Realität entkoppelt. Man muss befürchten, dass derzeit viele Unternehmen von dem Recht Gebrauch machen, ihre Zahlungsunfähigkeit nicht anzeigen zu müssen, obwohl sie faktisch zahlungsunfähig sind.

          Und das sind nicht nur Unternehmen, denen coronabedingt der Umsatz weggebrochen ist. Es gibt auch viele Altfälle, die vorher schon kurz vor der Insolvenz standen, diese aber unter dem Schutz der Sondermaßnahmen weiter verschleppen. Die deutlich längeren Zahlungsfristen vieler Unternehmen zeigen, wie knapp bei vielen das Geld geworden ist.

          Noch unerfreulicher ist, dass sich derzeit die Hinweise mehren, dass der durch Corona bewirkte Konjunktureinbruch nicht als V mit schnellem Wiederaufstieg im Herbst enden wird, sondern eher als ein U mit einem bis ins kommende Jahr hinein verzögerten Aufschwung. Das bedeutet, dass die staatlichen Fördermaßnahmen häufig nicht ausreichen, um den Zeitraum bis zum selbsttragenden Aufschwung zu überbrücken.

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