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Kommentar : Unter Dinos

SAP-Chef Christian Klein: Sein Unternehmen schafft es derzeit nicht mehr in die Top 100 Bild: AFP

Dass es kein deutsches Unternehmen mehr in die Rangliste der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt schafft, hat hohe Symbolkraft. Aus einer anderen Perspektive, sieht es nicht ganz so düster aus.

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          Kein deutsches Unternehmen schafft es mehr in die Rangliste der 100 größten Unternehmen der Welt. Das hat hohe Symbolkraft. Allerdings gilt das nur mit Blick auf die Börsenwerte der Unternehmen. Dort dominieren seit Jahren große amerikanische Tech-Konzerne wie Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet – deren Aktienkurse in den vergangenen 20 Jahren extrem gestiegen sind. Ganz nach oben hat es in diesem Jahr wegen der stark gestiegenen Ölpreise im Zuge des Ukrainekrieges der saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco geschafft.

          Wo aber bleiben die Deutschen? Betrachtet man nicht die Börsenwerte, sondern die Umsätze der Unternehmen, sieht es nicht ganz so düster aus: Unter den 100 umsatzstärksten Unternehmen der Welt finden sich immerhin noch neun deutsche – darunter die großen deutschen Autohersteller Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW, außerdem Uniper, die Allianz, die Telekom, die Post, BASF und Eon.

          Das zeigt, die deutsche Industrie ist zwar nicht abgeschlagen, doch sie hat ein Problem, das manchem Unternehmen noch auf die Füße fallen könnte. An der Börse wird den deutschen Traditionskonzernen längst nicht so viel zugetraut wie vielen Jungunternehmen, deren Börsenwert auch ihre Möglichkeiten für Übernahmen steigert.

          Tillmann Neuscheler
          Redakteur in der Wirtschaft.

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