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Erste Fabrik in Deutschland : Wie eine Erfindung Europa auf den Kopf stellte

Das große Wasserrad samt der Königswelle, das alle Maschinen der Ratinger Fabrik am Laufen hält. Bild: Patrick Junker

Aus einer Mühle wurde vor 240 Jahren die erste Fabrik Deutschlands – das wälzte ganze Gesellschaften um und schuf riesige Reichtümer. Heute gibt es so viele Fabriken, wie noch nie zuvor. Wie sieht es mit ihrer Zukunft aus?

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          Die Revolution in Kontinentaleuropa hatte in Ra­­tingen bei Düsseldorf begonnen. Binnen weniger Jahre breitete sie sich über ganz Europa aus, stellte die Wirtschaft auf den Kopf, wälzte ganze Gesellschaften um und schuf ungeheure Reichtümer. Als vor ziemlich genau 240 Jahren Graf von Spee dem Elberfelder Kaufmann Johann Gottfried Brügelmanns die alte Ratinger Mühle an der Anger verpachtete, war der Startschuss der industriellen Revolution in Deutschland gefallen.

          Stefanie Diemand
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Aus der Mühle wurde die erste Fabrik des Landes. Sie wurde Cromford genannt und steht am Anfang einer Entwicklung, die bis heute anhält. Wurden die Maschinen zunächst von riesigen Wasserrädern angetrieben, hielt man sie später durch Dampf und Strom am Laufen. Heute setzt man auf Automatisierung, Bits und Bytes, auf Arbeit ohne Arbeiter und Roboter mit Künstlicher Intelligenz. Es gibt Fabriken, die so groß sind wie eine Stadt und Fabriken, die sind so berühmt sind wie ein Popstar. Eine der bekanntesten Fabriken hat es aber vermutlich nie gegeben. Dafür wurde viel über sie rezensiert, philosophiert und gestritten.

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