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Europas Schlusslicht : Deutschland verpasst den Anschluss im Glasfasernetz

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Alle reden über schnelles Internet - aber Deutschland ist ziemlich hinterher Bild: dpa

Wo das Internet lahmt, haben Unternehmen kein Interesse sich anzusiedeln. Eine Studie zeigt aber gravierende Schwächen auf.

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          Deutschland verpasst einer Studie zufolge beim superschnellen Internet den Anschluss. Im europäischen Vergleich liege die Bundesrepublik beim Glasfasernetz mit einem Anteil von nicht einmal einem Prozent an letzter Stelle, heißt es im „Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2014“, den Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig am Freitag vorstellte.

          „Unternehmen können sich eine Ansiedlung in einem Land, das keine flächendeckende, hochleistungsfähige Breitbandanbindung bietet, nicht mehr leisten“, kritisiert der Bericht. Hochgeschwindigkeitsnetze seien für die Innovationskraft des Standorts von entscheidender Bedeutung.

          Machnig verspricht Besserung. „Es gibt massive Anstrengungen sowohl von privater als auch von öffentlicher Seite“, sagte er und verwies auf die für 2016 bis 2018 geplanten zusätzlichen Investitionen der Bundesregierung. „Aus diesem Paket wird es auch in größerem Umfang Breitbandinvestitionen geben“, kündigte der Staatssekretär an. Auch aus dem 315 Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm der EU-Kommission werde ein Teil in diesen Bereich fließen.

          Die IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologien) zählt in Deutschland gut 91.000 Unternehmen mit mehr als einer Million Mitarbeitern. Sie setzte 2013 rund 226 Milliarden Euro um, so die Studie. Ihre Anteil an der Wertschöpfung liege mit 4,7 Prozent gleichauf mit der Auto-Industrie und noch vor dem Maschinenbau.

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