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Größter Export-Hit : Deutschland verkauft Autos für 234.400.000.000 Euro ins Ausland

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Ab damit ins Ausland: Im VW-Werk in Emden laufen neue Passat-Modelle vom Fließband. Bild: dpa

Im vergangenen Jahr hat Deutschland mehr Waren exportiert als jemals zuvor. Fast ein Fünftel aller Einkünfte wurde dabei mit dem Verkauf von Kraftfahrzeugen und ihrer Bauteile erzielt. Ein neuer Rekord wurde auch bei den Importen aufgestellt.

          Fahrzeuge waren 2017 das achte Jahr in Folge größter deutscher Exportschlager. Kraftwagen und Kraftwagenteile im Wert von 234,4 Milliarden Euro wurden ins Ausland geliefert, wie das Statistische Bundesamt an diesem Montag mitteilte. Das entspricht 18,3 Prozent der gesamten Ausfuhren. Zweitwichtigstes Exportgut waren abermals Maschinen mit einem Wert von 183,6 Milliarden Euro, was einem Anteil von 14,4 Prozent entspricht. Auf Platz drei kommen chemische Erzeugnisse mit 114,7 Milliarden Euro (9,0 Prozent).

          Auch bei den Importen führen Kraftwagen und Kraftwagenteile die Rangliste an. Sie summierten sich auf 114,6 Milliarden Euro, was 11,1 Prozent der gesamten Einfuhren entspricht. Knapp dahinter folgen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 112,7 Milliarden Euro, gefolgt von Maschinen im Wert von 80,5 Milliarden Euro.

          Im vergangenen Jahr sind die deutschen Exporte wegen der guten Weltkonjunktur um 6,3 Prozent auf den Rekordwert von 1,279 Billionen Euro gestiegen. Die Importe nahmen sogar um 8,3 Prozent auf 1,035 Billionen Euro zu, was ebenfalls eine neue Höchstmarke ist.

          Die Erwartungen sinken trotzdem

          Die deutschen Exporteure haben ihre Geschäftserwartungen im Februar allerdings wegen des starken Euro den dritten Monat in Folge zurückgeschraubt. Das entsprechende Barometer sank um 1,7 auf 14,8 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut an diesem Montag zu seiner Umfrage unter 2700 Unternehmen mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2017.

          „Trotz guter Konjunktur im Euro-Raum drückt der starke Euro auf die Stimmung“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Gemeinschaftswährung kostet derzeit mit gut 1,23 Dollar rund 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, was deutsche Waren in wichtigen Abnehmerländern wie den Vereinigten Staaten verteuert.

          „Die Entwicklung in den einzelnen Industriebranchen verlief sehr heterogen“, sagte Fuest. Zusätzliche Impulse vom Auslandsgeschäft erwarten Unternehmen demnach aus der Elektronik, Chemie und Metallerzeugung sowie die Möbelhersteller. Mit weniger Zuwächsen rechnen hingegen Betriebe aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Die Nahrungs- und Genussmittelhersteller gehen von einem unveränderten Exportgeschäft aus.

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