Asylbewerber bringen Geld : Die Flüchtlingsindustrie
Wenn das Hotel Anna jemals so gestrahlt hat wie die edel aussehende Internetseite, auf der das Hotel angepriesen wird, dann müssen diese Zeiten lange her sein. Die graue Fassade macht einen tristen Eindruck, blass weht vor dem Eingang eine Deutschlandfahne. Das Ambiente ist wenig einladend: Nebenan gibt es einen Lidl-Supermarkt, auf der Straßenseite gegenüber verkauft ein Großhändler Handyzubehör. Kann man hier im Frankfurter Stadtteil Griesheim heutzutage erfolgreich ein Zwei-Sterne-Hotel betreiben, in dem ein Doppelzimmer zu Messezeiten 139 Euro kostet (ohne Frühstück)? Besonders einfach scheint es nicht zu sein. „Es gibt ja viele Hotels direkt in Frankfurt, und wir liegen etwas außerhalb“, sagt die Frau, die sich am Telefon als Hoteldirektorin vorstellt und ihren Namen unter keinen Umständen in der Zeitung lesen will.

