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Deutschland als Weltmarktführer : Eine Million Elektroautos bis 2020

Strom statt Benzin Bild:

Die Bundesregierung will Deutschland zum Weltmarktführer für Elektroautos machen. Dazu hat das Bundeskabinett den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ verabschiedet. Nach den Plänen Berlins sollen im Jahr 2020 eine Million batteriegetriebene Autos in Deutschland fahren.

          Die Bundesregierung will Deutschland zum Weltmarktführer für Elektroautos machen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Bundeskabinett am Mittwoch den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ verabschiedet. Er soll helfen, die Entwicklung von neuen Batterien durch Grundlagenforschung zu fördern, die beteiligten Branchen besser zu vernetzen, den Aufbau einer Infrastruktur für Elektroautos sowie die Produktion und Markteinführung der Kraftfahrzeuge zu beschleunigen.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Zusätzliches Geld, das über die bereits laufenden Programme und Mittel aus dem Konjunkturpaket von 500 Millionen Euro hinausgeht, gibt es jedoch nicht. Das Umweltministerium hatte für die ersten zugelassenen 100.000 E-Autos einen Bonus von je 5000 Euro vorgeschlagen. „Das ist eine Aufgabe, welche die nächste Bundesregierung lösen muss“, sagte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). In dem Bericht wird zwar die Prüfung von Bonuszahlungen für die Markteinführung erwähnt, sie wird aber unter Finanzierungsvorbehalt gestellt.

          Eine Million Elektroautos bis 2020

          Nach den Plänen der Regierung sollen im Jahr 2020 eine Million batteriegetriebene und durch erneuerbare Energien gespeiste Autos in Deutschland fahren; heute sind 55 Millionen Autos zugelassen. „Unser Ziel ist es, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen“, sagte Guttenberg. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der neben dem Umwelt- und Forschungsministerium an der Erstellung des Plans beteiligt war, sagte, ab 2017 würden Elektroautos Normalität im Straßenbild sein.

          Umwelt- und Wirtschaftsverbände reagierten mit verhaltener Zustimmung. Der Naturschutzbund Deutschland sprach von Augenwischerei. Der Verkehrsclub Deutschland plädierte dafür, statt einer bestimmten Technologie generell den Bau benzinsparender Modelle zu fördern. Der Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft sieht in dem Plan eine interessante Möglichkeit, eine Flotte batteriebetriebener Autos als Speicher für schwankenden Wind- und Sonnenstrom zu nutzen. Er rief die Regierung auf, sich bald auf Subventionen für die Einführung der neuen Autos zu verständigen. Auch dürfe der „Fahrstrom“ gegenüber Haushaltstrom nicht mit zusätzlichen Steuern oder Abgaben belastet werden.

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