https://www.faz.net/-gqe-99ibe

Deutsches Pharmaunternehmen : Boehringer hat 80 Projekte in der Pipeline

  • -Aktualisiert am

Hohe Investitionen in die Forschung: Boehringer forciert Entwicklungen neuer Arzneien. Bild: dpa

Der Pharmakonzern erzielt nach dem größten Umbau der Unternehmensgeschichte ein deutliches Wachstum. Enorme Steuerlasten sorgen aber für einen Verlust.

          3 Min.

          Boehringer Ingelheim will sich nicht verstecken. Das zeigte sich auf der Bilanzpressekonferenz des Pharmaunternehmens nicht zuletzt daran, dass das Firmenlogo für die Gäste per Laser in den Milchschaum eines Cappuccinos gebrannt wird. Im ersten Jahr nach dem größten Umbau in der mehr als 130 Jahre währenden Geschichte des Familienunternehmens ist Boehringer deutlich gewachsen. Die Pipeline der Ingelheimer ist gut gefüllt. Einzig ein durch hohe Steueraufwendungen bedingter Nettoverlust trübt das Bild. Rein operativ, so betont das Management rund um Vorstandschef Hubertus von Baumbach, ist das vergangene Geschäftsjahr sehr erfolgreich verlaufen. „So ein Jahr wie 2017 wird es in der Form wohl so schnell nicht wieder geben. Es hat uns als Organisation auch gezeigt, was wir in der Lage sind zu leisten“, sagte der Gründerurenkel am Rande der Konferenz im Gespräch mit der F.A.Z.

          Ilka Kopplin
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Das sah von Baumbach nicht als selbstverständlich an. Schließlich wurde erst Anfang 2017 der milliardenschwere Spartentausch mit dem französischen Konzern Sanofi vollzogen. Boehringer erhielt den weitaus größeren Tiermedizin-Bereich Merial der Franzosen mit rund 6500 Mitarbeitern und übergab dafür das eigene Geschäft mit rezeptfreien Markenarzneien. In der Zeit habe man zudem die größte Sparte Humanpharmazie komplett neu aufgestellt. „Die Strukturen haben sich grundlegend geändert. Eigentlich ist keine Berichtslinie mehr so wie vorher“, sagte er. „Angesichts dessen ist ein derart gutes Wachstum enorm“.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Im Fokus: Thomas Bach, hier 2020

          IOC-Präsident Thomas Bach : Direktor ohne olympischen Geist

          „Wir fühlen uns betrogen“: Der Umgang mit Hiroshima lässt Japans Ärger über Thomas Bach, den deutschen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, weiter wachsen.