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Deutscher Startup-Monitor 2021 : Auch jungen Unternehmen fehlen die Fachkräfte

Bild: dpa

Gute und schlechte Nachrichten aus der deutschen Start-Up-Szene: Die jungen Gründer sind optimistisch aber ringen um Personal.

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          Der 9. Deutsche Start-up-Monitor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde und an dem sich mehr als 2000 deutsche Jungunternehmen beteiligt haben, liefert in diesem Jahr gute und schlechte Nachrichten für die Szene. Der Monitor wird vom Bundesverband Deutscher Start-ups und von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellt. Die Studie repräsentiert Unternehmen, die jünger sind als zehn Jahre, sowie deren 5000 Gründer und 30.000 Mitarbeiter.

          Kevin Hanschke
          Volontär.

          Die gute Nachricht ist, dass sich das Geschäftsklima der Start-ups deutlich aufgehellt hat und die Hälfte der Jungunternehmer optimistisch in die Zukunft schaut. Der Index liegt wieder auf dem Niveau von 2019. Zudem zeigt die Studie, dass viele Gründer die Standortbedingungen in Deutschland als immer besser einschätzen. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Zahl der Beschäftigten wider. So stieg die durchschnittliche Beschäftigtenzahl von 14 auf 18 an, auch planen 91,6 Prozent der Start-ups für das nächste Jahr Neueinstellungen.

          Die Zurückhaltung der Investoren sei abgeflaut

          Im Durchschnitt wollen sie acht neue Mitarbeiter einstellen. Doch die schlechte Nachricht ist, dass neben der Kapitalbeschaffung der Fachkräftemangel ein immer größeres Problem für die Gründer ist. Um mit dem Aufschwung mithalten zu können, fehle es an Personal. 27 Prozent der Start-up-Gründer bezeichnen die Personalfindung bereits als größte Hürde, was 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr sind.

          Die Hälfte der Unternehmen gibt zudem an, weiter durch die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigt zu sein. Eine Herausforderung ist außerdem der unzureichende Zugang zu Daten und deren Konzentration bei wenigen internationalen Konzernen. Zwei Drittel der Jungunternehmer plädieren deshalb für eine Open Data Initiativen der Bundesregierung, durch die relevante Daten auch neu gegründeten Unternehmen zur Verfügung stehen und fordern ein stärkeres Vorgehen gegen Datenmonopole großer Internetkonzerne.

          Alle wollen Wagniskapital

          In der diesjährigen Befragung nennen 36 Prozent die Geldbeschaffung als wichtigstes Pro­blem. 2020 gaben 43 Prozent dies an. Dennoch bewerten die Unternehmer den Zugang zu Kapital positiver als 2020: 38 Prozent sind damit zufrieden. Dies liege auch daran, dass die pandemiebedingte Zurückhaltung von Investoren abgeflaut sei.

          Die Frage nach dem Wagniskapital spaltet jedoch die Start-up-Szene. Die Hälfte der Unternehmen würde sich gerne damit finanzieren, doch viele die es gern würden, können es nicht. Nur zwanzig Prozent tun es im Moment. Auch das ist ein altbekanntes Problem in der Bundesrepublik. Der Anteil an Gründerinnen ist nach dem nur geringen Wachstum der letzten Jahre stärker angestiegen und liegt mittlerweile bei 17,7%, zwei Prozentpunkte höher als 2020. Trotzdem blieben Frauen im Startup-Ökosystem unterrepräsentiert, so der Bericht zur Studie.

          Die meisten Start-Ups befanden sich auch 2020 mit 18,5 Prozent in Nordrhein-Westfalen. In der Start-Up-Hauptstadt Berlin sind 17,1 Prozent der befragten Start-Ups aktiv. Was der zweite Platz im Bundesländervergleich ist. Besonders die Ballungsräume seien attraktiv für Start-Ups, allerdings beklagen viele von ihnen den Mangel an günstigem Büroraum. Über ein Drittel bewertet die Verfügbarkeit bezahlbarer Büroimmobilien als schlecht oder sehr schlecht.

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