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Deutsche Wohnen : Wohnungsriese kündigt noch mehr Gewinn an

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Rund 160.000 Wohnungen groß ist der Bestand der Deutsche Wohnen - dazu zählen auch Anlagen in Frankfurt (unser Bild). Bild: dpa

Fast alle Wohnungen vermietet: Der Konzern Deutsche Wohnen ist noch zuversichtlicher für dieses Jahr geworden. Die Wertzuwächse sind aber ein zweischneidiges Schwert.

          Deutschlands zweitgrößter Wohnungskonzern Deutsche Wohnen sagt wie viele seiner Wettbewerber einen höheren Gewinn in diesem Jahr voraus. Im Gesamtjahr soll nun ein operatives Ergebnis aus dem Vermietungsgeschäft (FFO) von mindestens 380 Millionen Euro zu Buche schlagen, kündigte Vorstandschef Michael Zahn an diesem Freitag an. Das sind 20 Millionen mehr, als bislang in Aussicht gestellt wurde. Und es wären beinahe 80 Millionen Euro mehr als das Unternehmen im vergangenen Jahr geschafft hatte.

          Der Grund für den gewachsenen Optimismus: Der Bestand von knapp 160.000 Wohnungen ist fast voll vermietet, die Mieten stiegen zuletzt sogar und die Kosten sanken.

          Nach den ersten sechs Monaten kommt Deutsche Wohnen auf ein sogenanntes FFO von 197 Millionen Euro, zum Vorjahr ein Plus von 38 Prozent. Der Überschuss kletterte auf 623 Millionen Euro. Hier profitierte der Konzern von einer Aufwertung seiner Immobilien durch Gutachter, weil gerade der Berliner Heimatmarkt boomt und die Preise stetig steigen: So erhöhte sich der Wert des gesamten Bestandes von Deutsche Wohnen um rund 730 Millionen auf 13,5 Milliarden Euro.

          Solche Bewertungseffekte wirken in schlechteren Zeiten allerdings auch umgekehrt: Denn dann müssen die Immobilien auch wieder - der Marktentwicklung entsprechend - abgewertet werden.

          Auch die Manager von Branchenprimus Vonovia und der auf Nordrhein-Westfalen fokussierten LEG Immobilien schauen inzwischen übrigens zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr. Sie alle haben aber das gleiche Problem: Zukäufe gestalten sich immer schwieriger, größere Portfolios sind kaum noch zu finden.

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