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F.A.Z. exklusiv : Deutsche Post will Streetscooter bis 2020 selbst produzieren

In Düren laufen die Streetscooter vom Band Bild: dpa

Der Elektrotransporter sei „eine sehr gute Story“, sagt der Post-Chef im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und auch in Richtung Amazon macht er eine klare Ansage.

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          Nach dem Rauswurf von Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes bekennt sich der Post-Vorstandsvorsitzende Frank Appel zum Streetscooter. Der von Gerdes vorangetriebene Elektrotransporter werde weiter von der Deutschen Post produziert. „Mindestens in den nächsten zwei Jahren setzen wir das fort“, sagte Appel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Der Streetscooter sei „eine sehr gute Story“. Es bleibe aber dabei, dass die Post auf Dauer kein Autohersteller sein wolle. „Es gibt da alle möglichen Optionen“, sagte Appel. Neben einem Börsengang komme auch ein Verkauf an strategische Investoren oder die Beteiligung von Partnern in Frage. Appel kündigte an, dass das Innovationsressort, in dem der Streetscooter geführt wird, vom Jahr 2020 an Gewinne abwerfen soll.

          Am umstrittenen E-Post-Projekt – vor sieben Jahren von Gerdes auf den Weg gebracht – will Appel festhalten. „Die E-Post werden wir nicht einstellen, sondern weiterentwickeln.“ Der E-Post-Brief mache mehr als 600 Millionen Euro Umsatz und trage eine Milliarde Briefe zum jährlichen Gesamtvolumen von 16 Milliarden Briefen bei.

          Von Paket-Großkunden wie Amazon und Zalando will er die Einhaltung der Vertragsbedingungen einfordern. Es würden mitunter höhere Gewichte geliefert und andere Zielregionen angesteuert als vereinbart. Appel zeigte sich selbstbewusst: Die Deutsche Post DHL sei der leistungsfähigste Anbieter in Deutschland. „Da gibt es eine gegenseitige Abhängigkeit, die beiden Seiten bewusst ist.“

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