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Helmut Bünder (bü.)

Deutsche Post : Endspiel um den Briefmarkt

Die Post genießt großzügige Privilegien wie eine weitreichende Mehrwertsteuerbefreiung für Briefe und Pakete. Bild: dpa

Wettbewerb und Privilegien der Post müssen endlich neu austariert werden. Alles in allem macht das Unternehmen aber einen guten Job.

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          Den Gang zum Briefkasten kann man sich montags eigentlich sparen. Weil Unternehmen und Ämter Wochenendpause hatten, ist nicht viel zu erwarten. Selbst Reklame ist eine Seltenheit, die kommt üblicherweise am Freitag oder Samstag, passend zum Shopping-Bummel. Und das bisschen Privatpost fällt sowieso nicht sonderlich ins Gewicht. Die Briefträger müssen trotzdem ihre teuren Runden drehen, die Zustellung an sechs Werktagen ist zum Leidwesen der Post gesetzlich vorgeschrieben. Ginge es nach dem „Gelben Riesen“, sähe die Postversorgung nicht nur am Montag anders aus.

          Braucht es wirklich in jedem Dorf und Stadtteil eine Filiale, die mit großem Aufwand das komplette Leistungsangebot bis hin zum Auslandseinschreiben vorhalten muss? Ein anderes Reizthema sind die Laufzeiten. Wenigstens 80 Prozent aller Briefe müssen am Tag nach der Einlieferung beim Empfänger sein – auch wenn dies viel Geld kostet und die Umwelt durch Inlandsflüge belastet.

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