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Deutsche Modekette : Gerry Weber beantragt Insolvenz

  • Aktualisiert am

Gerry Weber wurde im Jahr 1973 gegründet. Bild: dpa

Der Modehersteller Gerry Weber ist zahlungsunfähig. Betroffen sind aber nicht alle Teile des Unternehmens.

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          Der seit langem kriselnde Modehersteller Gerry Weber hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Ziel sei es, das Unternehmen zu sanieren, teilte Gerry Weber an diesem Freitag mit. Betroffen sei ausschließlich die Muttergesellschaft Gerry Weber International mit rund 580 Mitarbeitern. Für die Tochtergesellschaften wie Hallhuber seien keine Anträge gestellt worden. Die Aktie wurde vom Handel ausgesetzt, nachdem der Kurs zuvor um mehr als 20 Prozent gefallen war.

          Der Geschäftsbetrieb soll nach Unternehmensangaben in vollem Umfang weitergeführt werden. Die Finanzierung des Modeanbieters sei nach derzeitigem Stand bis ins Jahr 2020 gesichert, hieß es. Ausgelöst worden sei der Antrag durch das Scheitern der Gespräche mit den Finanzierungspartnern über die weitere Finanzierung des Konzerns.

          Gerry Weber mit den Kernmarken Gerry Weber, Hallhuber, Samoon und Taifun kämpft schon länger mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich die schlechten Nachrichten aus dem westfälischen Unternehmen gehäuft.

          Zuletzt hatte das Unternehmen Mitte Januar seine Gewinnprognose nach unten korrigieren müssen. Dadurch stieg der erwartete Vorsteuerverlust für das Geschäftsjahr 2017/18 auf über 192 Millionen Euro. Grund waren unter anderem Probleme bei der bislang als Hoffnungsträger geltenden Tochter Hallhuber.

          Der Modehändler kämpft dabei an vielen Fronten – unter anderem mit einem schwachen Digitalgeschäft, einer schlechten Positionierung der Marken sowie starker Konkurrenz durch andere Unternehmen wie H&M und der Inditex-Tochtergesellschaft Zara. Gleichzeitig hatte sich das Unternehmen mit der Eröffnung zahlreich Filialen übernommen.

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