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Expats ohne Impfungen : Vergessen im Ausland

Für viele deutsche Expats schwer zu bekommen: Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer Bild: Reuters

Sie sollen die Globalisierung vorantreiben. Nun aber sitzen viele Expats ohne Impfungen in Hochrisikoländern fest. Eine Lösung stünde bereit.

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          Expats genießen einen zweifelhaften Ruf. Angeblich liegen sie tagsüber am Pool, telefonieren morgens oder abends mit dem Hauptquartier in Deutschland und lassen ansonsten Arbeiter in den Auslandsfabriken für sich schuften.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Die Wahrheit sieht anders aus. Verlangt werden enorme Anpassungsfähigkeiten, eigenverantwortliches Handeln und mentale und körperliche Gesundheit. Die aber ist nun gefährdet: Denn Deutschland will seine Entsandten nicht mit guten Impfstoffen versorgen. Nach Hause fliegen zum Impfen aber geht oft nicht, die Entsendungsländer haben meist selbst viel zu wenig und zu schlechte Impfstoffe, und Arbeitgeber dürfen keine kaufen.

          Damit sitzen entsandte Techniker oder Manager in der Falle der Ungeimpften, während die Ansteckungsraten durch die Decke schießen. Bekämen nur sie gute Impfstoffe aus der fernen Heimat, entstünde in den Betrieben eine Zweiklassengesellschaft aus Ausländern und lokalen Kräften. Die Lösung muss sein, Unternehmen selbst in Deutschland Vakzine für alle kaufen zu lassen. Sie stehen bereit, dafür zu zahlen.

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