https://www.faz.net/-gqe-95ftb

Neuer Börse-Chef sagt : „Wir haben ein einzigartiges Geschäftsmodell“

  • Aktualisiert am

Theodor Weimer ist seit dem 1. Januar Chef der Deutschen Börse. Bild: dpa

Die Deutsche Börse hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Nun hat ein neuer Chef übernommen - und gibt gleich ein Versprechen ab.

          Der neue Chef der Deutschen Börse will den Konzern in ruhigeres Fahrwasser steuern. „Möge es für unser Haus – die Deutsche Börse – ein gutes Jahr nach dem turbulenten Jahr 2017 werden“, schrieb Theodor Weimer in seinen Neujahrsgrüßen an die Mitarbeiter des Börsenbetreibers. Er sei zuversichtlich, dass man dies gemeinsam schaffen werde. „Wir haben alles, was wir brauchen: ein einzigartiges Geschäftsmodell, eine von anderen wertgeschätzte Technologie und – soweit ich das bisher habe erleben dürfen – eine motivierte und exzellent ausgebildete Mannschaft.“

          Weimer, bislang Chef der HypoVereinsbank, trat am 1. Januar die Nachfolge von Carsten Kengeter an. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen Kengeter wegen des Verdachts des Insiderhandels hatten in der Deutschen Börse im vergangenen Jahr immer wieder für unerfreuliche Schlagzeilen und Aufsehen gesorgt. Nach einer monatelangen Hängepartie gab sich Kengeter Ende Oktober schließlich geschlagen und kündigte seinen Rücktritt zum Jahreswechsel an.

          In Hessen hatte sich Kengeter wegen der im Frühjahr 2017 gescheiterten Fusion mit der Londoner Börse LSE zahlreiche Feinde gemacht. Viele fürchteten, der Finanzplatz Frankfurt könnte an Bedeutung verlieren.

          „Die Deutsche Börse ist nicht irgendein Unternehmen“, schrieb sein Nachfolger Weimer nun in seiner im Intranet veröffentlichten Neujahrsbotschaft. „Wir haben einen besonderen Auftrag an der Schaltstelle zu den globalen Kapitalmärkten und auch – ich betone das – am Finanzplatz in Frankfurt.“

          Weimer kündigte an, sich noch im Januar den Mitarbeitern persönlich in einer sogenannten Townhall vorzustellen und Fragen zu beantworten. „Mir ist klar: Das Amt, das mir übertragen wurde, erfordert einen Blend aus Führungswillen und Fingerspitzengefühl, eine Mischung aus Richtung vorgeben und aktivem Zuhören.“

          Weitere Themen

          Flugverbot kostet Boeing Milliarden

          737 Max : Flugverbot kostet Boeing Milliarden

          Der amerikanische Konzern stellt sich nach den Abstürzen der 737-Max-Maschinen auf hohe Entschädigungen ein. Es könnte sogar noch schlimmer kommen. Doch die Investoren goutieren die Klarheit.

          Topmeldungen

          Von der Leyen und die EU : Die Hoffnungsträgerin

          An Enthusiasmus fehlt es der neuen EU-Kommissionspräsidentin nicht. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Ursula von der Leyen es schafft, ein breites Bündnis im Europaparlament für sich zu gewinnen.

          737 Max : Flugverbot kostet Boeing Milliarden

          Der amerikanische Konzern stellt sich nach den Abstürzen der 737-Max-Maschinen auf hohe Entschädigungen ein. Es könnte sogar noch schlimmer kommen. Doch die Investoren goutieren die Klarheit.
          Unsere Sprinter-Autorin: Rebecca Boucsein

          FAZ-Sprinter : Wiedersehen mit Greta und Abschied von unserem Wald

          Das Klimakabinett streitet über höhere Preise fürs Fliegen, Greta Thunberg reist mit dem Zug nach Berlin und Forstwirte bangen um einen tief in der deutschen Geschichte verwurzelten Baum. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.