https://www.faz.net/-gqe-90kyj

Aufsichtsrat gegen Börsenchef : Wer könnte auf Kengeter folgen?

  • Aktualisiert am

Carsten Kengeter ist Chef der Deutschen Börse. Bild: dpa

Börsenchef Carsten Kengeter steht wegen der Ermittlungen gegen ihn seit einiger Zeit unter Druck. Nun machen Namen die Runde für seine Nachfolge. Der Aufsichtsrat hat offenbar zwei führende Mitarbeiter des Konzern im Blick.

          1 Min.

          Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse sucht offenbar einen Nachfolger für den seit einiger Zeit unter Druck stehenden Börsenchef Carsten Kengeter. Sollte Kengeter aufgrund der gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen Insiderhandels abtreten müssen, könnte ein interner Nachfolger präsentiert werden, berichtet die „Wirtschaftswoche“. „Die Frage wurde erörtert und die Namen Andreas Preuß sowie Gregor Pottmeyer sind genannt worden“, zitierte das Magazin eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

          Im Aufsichtsrat soll Pottmeyer dem Bericht zufolge mehr Rückhalt haben als Preuß. Pottmeyer ist Finanzchef der Börse, der Aufsichtsrat hat seinen Vertrag erst in diesem Jahr um fünf Jahre verlängert.

          Preuß ist offiziell zwar Stellvertreter des Börsenchefs Kengeter, sein Vertrag läuft aber nur noch bis zum Frühjahr. Ein Sprecher der Börse wollte den Bericht nicht kommentieren: „Die Agenda der Themen des Aufsichtsrats diskutieren wir grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit.“

          Die Hängepartie um Kengeter drückt auch auf die Stimmung im Unternehmen. Dem Betriebsrat sei aus zahlreichen Gesprächen bekannt, dass die Situation „nicht nur als extrem peinlich empfunden wird, sondern große Unruhe und Besorgnis erzeugt“, erklärten die Arbeitnehmervertreter in einem Schreiben an die Belegschaft, das dem Finanzdienst Reuters vorliegt. „Wir können uns nicht erinnern, dass jemals zuvor in der langen Geschichte unseres Unternehmens als wichtiger Bestandteil des Finanzplatzes Frankfurt ein solch schwerer Reputationsschaden verursacht wurde.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Wohnungsbestand steigt – aber knapp sind Wohnräume noch immer.

          Wohnungsknappheit in Städten : Es wird gebaut – aber nicht genug

          Wohnungsknappheit bleibt ein Problem in Deutschland – doch während in einigen Städten immer mehr Wohnungen dazu kommen, hinken andere hinterher. Das zeigt eine F.A.Z.-Umfrage unter den zehn größten deutschen Städten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.