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Kommentar : Die Deutsche Bank hat es noch nicht geschafft

  • -Aktualisiert am

Die Deutsche Bank hat noch viel zu tun, um sich fit für die Zukunft zu machen. Bild: AP

Die Deutsche Bank verdient mehr Geld als gedacht. Geht es ihr jetzt wieder gut? Nein, dafür ist noch einiges zu tun.

          Die Deutsche Bank kann wieder Geld verdienen. Im dritten Quartal blieb deutlich mehr unterm Strich als noch vor einem Jahr und auch deutlich mehr, als der Kapitalmarkt der Bank zugetraut hatte. In einigen wichtigen Geschäftssparten hat sie immerhin keine Marktanteile mehr verloren, das ist schon ein Erfolg.

          Noch ein gutes Zeichen: Dieses Mal scheint das Management um den Vorstandsvorsitzenden John Cryan es mit seiner Strategie wirklich ernst zu meinen. Die Postbank wird wirklich integriert und die Vermögensverwaltung zum Teil an die Börse gebracht. Soweit die guten Nachrichten.

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          Doch die Bank ist noch nicht ordentlich für die nächsten Jahre gerüstet. Die guten Gewinne im dritten Quartal haben noch nichts damit zu tun, dass sie mehr Geschäft gemacht hätte. Stattdessen hat sie ihre Kosten kräftig gedrückt, musste weniger Geld für Rechtsstreits ausgeben, und sie profitiert von der guten Konjunktur, denn sie muss kaum Geld für Kreditausfälle zurücklegen muss.

          Die Einnahmen sehen nicht so gut aus. Die Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent gesunken. Im Investmentbanking in Amerika ging ihr Marktanteil weiter zurück. Und angesichts der großen Vorhaben rund um die Postbank und die Vermögensverwaltung dürften die Kosten in den nächsten Quartalen noch einmal deutlich anziehen. Auch wenn wichtige erste Schritte gegangen sind, hat Cryan noch immer einen weiten Weg vor sich.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

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