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Deutsche-Bank-Vorstand : „Jeder Schritt nach unten tut weh“

Karl von Rohr, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, im Gespräch mit der F.A.Z. Bild: Wolfgang Eilmes

Beim Stellenabbau sei die Deutsche Bank auf Kurs, sagt der stellvertretende Vorstandschef Karl von Rohr. Im F.A.Z.-Gespräch spricht er über die Probleme der Bank, darüber, was er in den anstehenden Tarifverhandlungen erreichen will – und über hohe Boni.

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          Herr von Rohr, die Deutsche Bank soll für die estnische Filiale der Danske Bank 150 Milliarden Dollar in Amerika entgegengenommen haben, die vermutlich für russische Kriminelle gewaschen wurden. Wie gefährlich ist der Geldwäscheskandal der Danske für die Deutsche Bank?

          Gerald Braunberger
          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Lassen Sie uns auf die Fakten schauen. Wir waren eine der Korrespondenzbanken und haben die Geschäftsbeziehung mit der estnischen Filiale der Danske Bank 2015 beendet, weil uns Transaktionen wiederholt verdächtig vorkamen. Eine Korrespondenzbank hat die Pflicht, die Transaktionen hinsichtlich Sanktionen und Verdachtsmomenten für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zu prüfen. Dafür stehen uns aber nur sehr begrenzt Informationen zur Verfügung. Die Hausbank, die für ihre Kunden eine Überweisung an die Korrespondenzbank weiterleitet, trägt daher die Hauptverantwortung. Die Danske Bank hat die Pflicht, ihre Kunden zu kennen, denn sie pflegt den direkten Kontakt. Dänemark ist in der EU, Estland ist ein Euroland; da müssen wir davon ausgehen können, dass die Bank nach vernünftigen Standards geführt wird und den regulatorischen Anforderungen entspricht.

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