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Geldhaus in der Krise : Deutsche Bank verhängt offenbar Einstellungsstopp

  • Aktualisiert am

Bei der Deutschen Bank sollen insgesamt rund 9000 Stellen wegfallen. Bild: AFP

Bei der Deutschen Bank gilt offenbar ab sofort ein weltweiter Einstellungsstopp. Frei werdende Stellen dürften nur noch intern besetzt werden. Eine Abteilung ist aber wohl ausgenommen.

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          Angesichts des laufenden Sparprogramms hat die Deutsche Bank einen weltweiten Einstellungsstopp erlassen. Bis auf Weiteres dürften ab sofort keine Beschäftigten von außerhalb angeworben werden, hieß es am Donnerstag in Finanzkreisen. „Das wurde den Managern gestern mitgeteilt", sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

          Ausnahme sei die Abteilung der Compliance-Chefin Sylvie Matherat - hier dürfen weiter extern Mitarbeiter angeheuert werden, damit die Bank lernt, Regeln zu befolgen und interne Kontrollen zu etablieren. Ein Deutsche-Bank-Sprecher wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Er verwies aber darauf, dass das Geldhaus derzeit Personal ab- und nicht aufbaut. Frei werdende Stellen dürften nur noch mit internen Kandidaten besetzt werden.

          Im vergangenen Jahr hatte Vorstandschef John Cryan den Abbau von unter dem Strich 9000 Stellen im Konzern über den geplanten Postbank-Verkauf angekündigt. Allein 4000 Arbeitsplätze fallen in Deutschland weg. Die Bank hatte sich in der vergangenen Woche mit den Arbeitnehmervertretern auf die Modalitäten geeinigt. Cryan will mit den Einschnitten das Institut profitabler machen. In der mangelnde Effizienz sieht er neben den juristischen Altlasten eines der Hauptprobleme des Konzerns.

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