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Nach F.A.S.-Bericht : Scharfe Kritik an den Boni der Deutschen Bank

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Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr insgesamt einen Verlust erzielt. Bild: Reuters

Deutschlands größtes Kreditinstitut will mehr als eine Milliarde Euro Boni zahlen für das vergangene Jahr, berichtet die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dagegen regt sich Widerstand.

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          Die angekündigten Bonuszahlungen der Deutschen Bank in Höhe von einer Milliarde Euro sind in Union und SPD auf scharfe Kritik gestoßen. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung, Millionenboni trotz Verlusten widersprächen jeglichem Gerechtigkeitsempfinden. Die SPD wolle deshalb in den Koalitionsverhandlungen die steuerliche Absetzbarkeit von Bonuszahlungen begrenzen. Ähnlich äußerte sich CDU-Sozialpolitiker Matthias Zimmer: Die Boni für Minus-Banker seien eine eigenwillige Interpretation des Grundsatzes, dass sich Leistung lohnen solle. Durch derartige Praktiken könne die Legitimität einer Wirtschaftsordnung gefährdet werden.

          Die Politiker reagieren damit auf einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Demnach will die Deutsche Bank für das vergangene Jahr Boni im Volumen von mehr als einer Milliarde Euro zahlen, obwohl das Geldhaus einen Verlust erzielte. Im Vorstand sei darüber gestritten worden, berichtet die F.A.S. und beruft sich auf ranghohen Banker. Am Ende hätten sich die Investmentbanker mit dem Argument durchgesetzt, dass die besten Leute kündigen würden, wenn ihnen abermals der Erfolgszuschlag gekürzt werde. Die Deutsche Bank ließ den Bericht unkommentiert.

          SPD-Chef Martin Schulz sagte, derzeit würden Bankfilialen geschlossen und Jobs gestrichen. Wenn in einer derartigen Situation Boni ausgeschüttet würden, verliere ein Unternehmen nicht nur an Ansehen. Es schade insgesamt der Solidargemeinschaft, die von Glaubwürdigkeit und Gerechtigkeit lebe.

          DT. BANK

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