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Manfred Knof : Deutsche-Bank-Manager wird neuer Commerzbank-Chef

  • Aktualisiert am

Manfred Knof im Februar 2020 Bild: Helmut Fricke

Nach scharfer Kritik von Investoren hatte Martin Zielke seinen Rücktritt bei der Commerzbank angekündigt. Zwei Monate später steht sein Nachfolger fest – der Deutsche-Bank-Manager Manfred Knof soll die Commerzbank durch schwere Zeiten führen.

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          Die Commerzbank holt ihren neuen Chef von der Deutschen Bank: Manfred Knof übernimmt zum 1. Januar 2021 die Nachfolge von Martin Zielke, wie der Frankfurter MDax-Konzern am Samstagabend nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Die Personalie stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

          Der Jurist Knof leitet seit dem 1. August 2019 das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank. Zuvor war der heute 55 Jahre alte Deutschlandchef beim Versicherungskonzern Allianz. Knof sei „ein erfahrener und umsetzungsstarker Topmanager, der sich in unterschiedlichsten Aufgaben in der Finanzdienstleistungsindustrie bewiesen hat“, erklärte Commerzbank-Aufsichtsratschef Hans-Jörg Vetter.

          Mit der Berufung Knofs hat der erst Anfang August als Chefkontrolleur des teilverstaatlichten Instituts angetretene Vetter die Nachfolge von Zielke überraschend schnell geregelt. Zielke hatte nach scharfer Kritik von Investoren Anfang Juli seinen Rücktritt angekündigt. Die Bank hatte daraufhin entschieden, den Vertrag mit dem seit Anfang Mai 2016 amtierenden Konzernchef spätestens zum 31. Dezember aufzulösen.

          Zielke hatte eingeräumt, dass die im Herbst 2019 beschlossenen Maßnahmen nicht durchschlagend genug waren, um das Institut im Zinstief profitabler zu machen. Der amerikanische Fonds Cerberus als zweitgrößter Aktionär des Instituts hatte der Führung der Commerzbank vorgeworfen, „über Jahre eklatant versagt“ zu haben.

          Die neue Commerzbank-Führung steht vor harten Einschnitten: Seit Monaten wird intern über eine Verschärfung des Sparkurses diskutiert. Die Zahl der zuletzt knapp 40.000 Vollzeitstellen könnte um bis zu ein Viertel gekappt werden. Von 1000 Filialen könnten gerade einmal 200 übrig bleiben, in denen Kunden sich beraten lassen können

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