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Vorstandsumbau : Rechtsstreite brocken Deutscher Bank Verlust ein

  • Aktualisiert am

Die Deutsche Bank macht wegen der Rechtsstreits einen Verlust. Bild: dpa

Die vielen Rechtsstreitigkeiten bringen Deutschlands größtem Geldhaus den nächsten Verlust ein. Außerdem baut die Deutsche Bank den Vorstand radikal um.

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          Hohe Kosten für Rechtsstreitigkeiten haben den Gewinn der Deutschen Bank im dritten Quartal aufgefressen. Unter dem Strich stand ein Verlust von 92 Millionen Euro, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Im Vorjahr hatte die Bank noch einen Mini-Gewinn von 51 Millionen Euro während  dieser Zeit geschafft. Das Vorsteuerergebnis vervielfachte sich dieses Mal auf 266 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 18 Millionen Euro gewesen.

          Schon am Vorabend verlautete aus Finanzkreisen, dass die Deutsche Bank ihren Vorstand substantiell umbaut. Der bisherige Finanzvorstand Stefan Krause übernimmt ein neu geschaffenes Ressort. Die Verantwortung für Finanzen wird Marcus Schenck übernehmen, der von Goldman Sachs kommt. Zudem wird das neue Vorstandsressort Interne Revision zusammen mit Recht Christian Sewing verantworten.

          Das Ressort Recht gibt Stephan Leithner ab, der weiterhin für Personal und das Europa-Geschäft zuständig sein wird. Er soll sich stärker um die Kundenbeziehungen in Europa kümmern. Das Ressort von Technologievorstand Henry Ritchotte wird aufgewertet. Er wird das wichtige Thema Digitalisierung der Bank betreuen.

          Bereits in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass die Deutsche Bank alleine in den Sommermonaten für Strafen und Bußgelder noch einmal knapp 900 Millionen Euro zur Seite gelegt hat. Diese Belastungen überschatten ein ansonsten florierendes Tagesgeschäft. So steuerten allein die Investmentbanker im abgelaufenen Vierteljahr einen Vorsteuergewinn von 374 Millionen Euro bei.

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