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Deutsche Bank : Landen meine Kontodaten jetzt in der Google-Cloud?

Die Deutsche Bank will ihre marode IT aufbessern – und holt sich mit Google dafür einen Cloudspezialisten mit ins Boot. Bild: EPA

Im Kampf gegen ihre marode IT holt sich die Deutsche Bank Hilfe von Google. Für beide Unternehmen scheint es ein wichtiger Auftrag zu sein. Doch wie sicher sind die Kundendaten bei dieser Kooperation?

          3 Min.

          Hier ein schwächelnde Großbank mit verbesserungswürdiger IT, dort das größte Internetunternehmen der Welt, das in die Bankenwelt drängt: Ab sofort arbeiten diese beiden ungleichen Akteure – die Deutsche Bank und Google – zusammen, wie sie am Dienstag verkündeten. Die Deutsche Bank will durch die Kooperation in ihren Kundenbeziehungen stärker auf neue Technologien wie Datenanalyse, Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen zurückgreifen können. Die beiden Unternehmen sprachen von einer „strategischen Partnerschaft, um Finanzdienstleistungen auf eine neue Weise zu entwickeln und anzubieten“.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Zunächst geht es vor allem darum, die Kunden- und Geschäftsdaten auf die Cloud, also einen dezentralen Speicher, von Google zu übertragen, wie ein Sprecher am Dienstag auf Nachfrage sagte. Darauf aufbauend, will die Bank dann aber auch neue Finanzprodukte und Angebote für die Kunden entwickeln. Denkbar seien zum Beispiel eine verbesserte Prognose der Barmittel oder Risikoanalysen für Unternehmenskunden. Auch im Dialog mit den Privatkunden sollen neue Lösungen entwickelt werden. Zunächst haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet, der fertige Vertrag soll im Herbst stehen.

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