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Deutsche Bank : Investment-Banker sollen Manieren lernen

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Prima Klima? Auch untereinander? In der Deutschen Bank sollen die Kollegen besser miteinander umgehen. Bild: dpa

Die Investmentbanker der Deutschen Bank sollen sich künftig am Riemen reißen und ihre Kommunikation professionalisieren. „Einige von euch bleiben weit hinter unseren Standards zurück“, tobt der Co-Chef der Investmentbankingsparte - und schickt eine Drohung hinterher.

          Die Deutsche Bank fordert von ihren Investment-Bankern einen deutlich besseren Umgangston unter Kollegen ein. In einem Video, das an alle seine Mitarbeiter gerichtet ist, erklärt der Co-Chef der Investmentbanking-Sparte, Colin Fan: „Einige von euch bleiben weit hinter unseren Standards zurück. Um es klar zu sagen: Unser Ruf ist alles. Zu prahlen, indiskret oder vulgär zu sein, ist nicht in Ordnung.“ Über das Video berichtet die Wochenzeitschrift „Zeit“ am Donnerstag. Jede Kommunikation, die auch nur ansatzweise als unprofessionell angesehen werden könne, „hört auf. Jetzt sofort“, sagt der 41 Jahre alte Fan dem Bericht zufolge in dem Video. Sollten sich Mitarbeiter weiterhin im Ton vergreifen, gebe es „ernste Folgen für eure Karriere“. Fan erinnert seine Zuschauer daran, dass die interne Kommunikation der Deutschen Bank zuletzt durch staatliche Stellen geprüft wurde.

          „Wir erwarten, dass jeder unsere Standards befolgt“

          Eine Sprecherin des Geldhauses bestätigte den Inhalt des Videos und erklärte, dieses sei bewusst in unmissverständlicher Sprache gehalten. Der Film sei Teil eines konzernweiten Kommunikationsprogramms zum angestrebten Kulturwandel. „Wir erwarten, dass jeder Mitarbeiter unsere Standards versteht und befolgt.“ Das Kommunikationsprogramm richte sich nicht nur an die Investmentsparte, diese spiele „allerdings eine wichtige Rolle“. Neben dem Video gebe es auch Newsletter und Versammlungen, um die Werte, Überzeugungen und Standards der Bank zu vermitteln.

          Die Deutsche Bank, die in eine Reihe von Affären um Manipulationen von Kursen oder Zinssätzen verwickelt ist, hatte sich 2012 als Konsequenz aus der Finanzkrise einen Kulturwandel verordnet.

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