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Bestes Ergebnis seit 2011 : Deutsche Bank fährt Milliardengewinn ein

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Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main Bild: dpa

Das Geldhaus hat seinen Gewinn im Jahr 2021 deutlich gesteigert. Daran sollen auch die Aktionäre teilhaben. Nach zwei Nullrunden ist wieder eine Dividende geplant.

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          Die Deutsche Bank hat 2021 einen Milliardengewinn erzielt und das beste Ergebnis seit zehn Jahren eingefahren. Der Vorsteuergewinn kletterte binnen Jahresfrist von gut einer Milliarde Euro auf rund 3,4 Milliarden Euro, wie Deutschlands größtes Geldhaus am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

          Nach Steuern standen 2,5 Milliarden Euro in der Bilanz und damit mehr als vier Mal so viel wie im ersten Jahr der Pandemie. Nach Abzug von Zinszahlungen an die Inhaber bestimmter Anleihen verbleiben unter dem Strich gut 1,9 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2020 hatte die Deutsche Bank nach fünf Verlustjahren in Folge mit 113 Millionen Euro erstmals unter dem Strich wieder Gewinn gemacht.

          „Alle vier Geschäftsbereiche entwickeln sich wie geplant oder sogar besser, und beim Abbau von Altbeständen sind wir schneller vorangekommen als erwartet“, bilanzierte Konzernchef Christian Sewing. Die erwarteten Kosten des Konzernumbaus seien fast vollständig verdaut. Sewing hatte 2019 einen umfassenden Umbau bei dem Geldhaus eingeleitet. Ganze Abteilungen wurden geschlossen, riskante Teile des Investmentbankings abgestoßen und scharfe Sparmaßnahmen angeschoben. Weltweit sollen rund 18.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die Bank profitierte 2021 auch davon, dass sie deutlich weniger Geld für mögliche Kreditausfälle zurücklegen musste als im ersten Jahr der Corona-Pandemie.

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          Größter Gewinnbringer war erneut das Investmentbanking, in dem der Dax-Konzern zum Beispiel mit dem Handel von Anleihen und Währungen Geld verdient. Die Aktionäre sollen nach zwei Nullrunden für das Geschäftsjahr 2021 wieder eine Gewinnbeteiligung erhalten. Das Frankfurter Geldhaus kündigte am Mittwoch an, im ersten Halbjahr 2022 eigene Aktien für 300 Millionen Euro zurückkaufen und eine Dividende von 20 Cent je Aktie für 2021 zahlen zu wollen.

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          Insgesamt würde dies eine Ausschüttung von rund 700 Millionen Euro an die Aktionäre bedeuten. Dies sei ein erster Schritt hin zu dem Ziel, im Laufe der Zeit fünf Milliarden Euro an die Anteilseigner auszuschütten. Letztmalig hatte das Institut für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von elf Cent gezahlt.

          Sewing hatte den Aktionären auf der letzten Hauptversammlung im Mai bereits in Aussicht gestellt, dass sich die Bank fest vorgenommen habe, wieder eine Dividende zu zahlen.

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