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Deutsche Bank : Der Sechs-Milliarden-Dollar-Fehler

  • Aktualisiert am

Die Deutsche Bank hat gerade einen großen Führungsumbau auf den Weg gebracht. Bild: Reuters

Weil ein Mitarbeiter sich vertippt hat, soll die Deutsche Bank 6 Milliarden Dollar an einen Hedgefonds überwiesen haben. Das Geld ist wieder zurück. Eine Frage bleibt trotzdem.

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          Die Deutsche Bank hat im Juni offenbar aus Versehen 6 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) an einen amerikanischen Hedgefonds überwiesen. Das berichtet die „Financial Times“. Demzufolge hat Deutschlands bedeutendstes Geldhaus den Vorfall selbst gemeldet. Einen Tag später sei das Geld wieder zurück gewesen.

          Grund für die peinliche Panne ist demnach ein sogenannter „fat finger“-Fehler. Konkret habe ein Mitarbeiter während der Eingabe der Überweisung auf der Tastatur seines Computers zu oft die Null gedrückt, anscheinend ohne es zu merken. Dem Bericht zufolge handelte es sich um einen relativ neuen Mitarbeiter im Devisenhandel der Bank, dessen Chef währenddessen gerade im Urlaub gewesen sei. Allerdings bleibt zumindest die Frage übrig, ob das Vier-Augen-Prinzip gegriffen hat oder nicht: Jede Überweisung, die ein Bank-Mitarbeiter durchführt, muss mindestens von einem Kollegen geprüft werden.

          Die Panne dürfte für die Deutsche Bank umso ärgerlicher sein, hat sie doch am Wochenende einen radikalen Konzern- und Führungsumbau auf den Weg gebracht. Der neue Vorstandschef John Cryan sortiert die Bank neu - am Montag signalisierten die Anleger mit einem Kursplus von mehr als 4 Prozent, dass sie die Pläne gutheißen. Zugleich hat die Deutsche Bank für das dritte Quartal einen hohen Milliardenverlust in Aussicht gestellt.

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