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Deutsche-Bank-Chef Sewing : „Eins und eins ergibt nicht zwei“

Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, während des F.A.S.-Gesprächs in der Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt Bild: Frank Röth

Woran ist die Fusion der beiden größten deutschen Banken gescheitert? Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing gibt im Interview Antworten – und spricht eine Warnung an die Investmentbanker aus.

          10 Min.

          Herr Sewing, die Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank ist geplatzt. Viele reagieren darauf mit Erleichterung. Sind Sie selbst auch erleichtert?

          Gerald Braunberger
          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Erleichterung ist das falsche Wort. Ich bin froh, dass wir uns so detailliert ausgetauscht haben. Wenn man die Gelegenheit hat, zu prüfen, ob die Nummer eins und die Nummer zwei des deutschen Bankenmarktes fusionieren sollten, dann muss man das tun. Ich wusste, dass dies kein leichtes Unterfangen sein würde. Darum habe ich von Beginn an gesagt: Ja, das ist eine historische Chance. Aber aus Sicht der Deutschen Bank kann sich ein Zusammenschluss nur lohnen, wenn er wirtschaftlich sinnvoll ist. Am Ende ging es vor allem um eine Frage: Wäre der Geschäftsplan einer fusionierten Bank deutlich besser als der Geschäftsplan, den wir als Deutsche Bank alleine verfolgen?

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