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Deutsche-Bank-Kommentar : Pro Deutsche

Die Niederlassung der Deutschen Bank in London Bild: Reuters

Die Deutsche Bank braucht einen Deal, der das Haus deutlich verändert. Auch wenn sie in der Bank derzeit abwinken, wissen sie das ganz genau.

          An der Börse sind zahllose Gründe zu hören, warum die Aktie der Deutschen Bank auch auf dem aktuell sehr niedrigen Kursniveau immer noch kein Kauf ist. Doch allein die Unbeliebtheit der Aktie könnte ein Grund sein, sie sich anzuschauen. Denn was an negativen Nachrichten über die Bank im Umlauf ist, dürfte längst im Kurs berücksichtigt sein.

          Was der Bank fehlt, ist die Hoffnung auf eine deutliche Besserung in absehbarer Zeit, auch wenn Christian Sewing als neuer Vorstandsvorsitzender an der Börse ein recht gutes Ansehen genießt. Was spricht für die Aktie? Sewing hat jetzt eine Führungsmannschaft, die an einem Strang zieht und innerhalb der Belegschaft akzeptiert ist. Offensichtliche Fehlbesetzungen in der Führung, als Beispiel sei der kürzlich geschasste Vormann der DWS genannt, wurden mittlerweile korrigiert. Die Bank hat viele Altlasten abgearbeitet und nimmt endlich die Kostenkontrolle ernst.

          All das ist schön, aber es reicht nicht, weil das Geschäftsmodell der Deutschen Bank so nicht richtig funktioniert. Sie braucht einen Deal, der das Haus deutlich verändert. Auch wenn sie in der Bank derzeit abwinken, wissen sie das ganz genau.

          Gerald Braunberger

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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