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Strategischer Umbau geplant : Deutsche Bank bereitet Kapitalerhöhung vor

  • Aktualisiert am

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main Bild: EPA

Die Deutsche Bank plant eine milliardenschwere Kapitalerhöhung und eine strategische Neuausrichtung: Dabei geht es um das Investmentbanking, die Postbank und das Asset Management.

          Die Deutsche Bank hat Pläne für eine Kapitalerhöhung bestätigt. Dabei gehe es „potenziell“ um ein Volumen von rund acht Milliarden Euro, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Freitagabend mit. Daneben würden weitere strategische Maßnahmen erwogen. „Diese umfassen den Verbleib der Postbank im Konzern und ihre Integration mit dem deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an der Deutschen Asset Management über einen Börsengang.“ Diese Schritte seien abhängig vom Marktumfeld und der Zustimmung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Finale Entscheidungen gebe es noch nicht.

          Reuters und Bloomberg hatten zuvor aus Finanzkreisen berichtet, eine Kapitalerhöhung sei bei der Bank im Rahmen der bevorstehenden Strategie-Entscheidung kein Tabu mehr. Darüber hinaus erwägt die Deutsche Bank einem Zeitungsbericht zufolge, ihr Investmentbanking-Geschäft wieder in eine Sparte zusammenzulegen. Nach einer Trennung vor rund anderthalb Jahren denke das Geldhaus über einen solchen Schritt nach, berichtete zuerst das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

          Finanzchef Marcus Schenck und Vorstandsmitglied Garth Ritchie, der für die Märkte-Sparte verantworltich ist, sollen demnach das wieder vereinigte Geschäft Märkte und Investmentbanking führen. Investmentbankchef Jeffrey Urwin wolle ausscheiden. Schenck und Privatkundenchef Christian Sewing sollen die neuen Co-CEOs unter dem Konzernchef John Cryan werden. Nach einem neuen Finanzchef werde gesucht. Die Deutsche Bank wollte den WSJ-Bericht nicht kommentieren.

          Laut des Bloomberg-Bericht werde sich der Deutsche-Bank-Aufsichtsrat ab dem 16. März für zwei Tage treffen und potentielle Maßnahmen diskutieren. Dazu hieß es, dass eine Sprecherin der Deutschen Bank zu diesen Informationen keine Stellung nehmen wollte.

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