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Digitale Hauptversammlung : Deutsche Bank baut wieder Stellen ab

Christian Sewing hat seine Hauptversammlungs-Rede vorab veröffentlicht, damit Aktionäre darauf reagieren können. Bild: EPA

Ende März hat die Deutsche Bank ihre Stellenstreichungen wegen der Corona-Krise ausgesetzt. Nun soll der Abbau fortgesetzt werden. Das kündigt Bankchef Christian Sewing in einer vorab veröffentlichten Rede zur Hauptversammlung an.

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          Die Schonfrist für die Mitarbeiter der Deutschen Bank ist vorbei. Der Ende März wegen der Corona-Krise ausgesetzte Stellenabbau soll wieder aufgenommen werden. Das geht aus der Rede des Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing zur Hauptversammlung hervor, die die Bank am späten Dienstagabend veröffentlichte. „Das ist immer schmerzhaft, und es ist ganz besonders schmerzhaft in diesen Zeiten“, sagt er laut dem Manuskript. „Aber wir müssen in diesem Umfeld an unseren Kostenprogrammen festhalten.“

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sewing hatte der Bank im Rahmen eines Strategiewandels den Abbau von insgesamt 18.000 Stellen verordnet. Um einen eigenen Beitrag zur Senken der Kosten zu leisten, wird der Vorstand der Bank sowie das erweiterte Führungsgremium einen Monat lang auf sein Festgehalt verzichten, wie Sewin weiter sagt.

          „Wir handeln so, weil wir uns in der Führung der Deutschen Bank als Unternehmer verstehen. Da sind uns viele unserer mittelständischen Kunden ein Vorbild“, sagt Sewing. Damit dürfte er einerseits um das Vertrauen des deutschen Mittelstands werben, und andererseits versuchen, die für die Hauptversammlung abzusehende Diskussion um die Boni zu entschärfen.

          Die eigentliche Hauptversammlung der Bank findet am 20. Mai online statt. Die Bank veröffentlichte die Reden gut eine Woche vorher, um den Aktionären die Möglichkeit zu geben, dazu Fragen zu stellen.

          Sewing kündigte zudem an, dass die Bank bei der Kreditvergabe stärker auf Nachhaltigkeitskriterien achten wolle. Bis Ende 2025 soll das Volumen an Finanzierungen, die sich strikt nach solchen Kriterien richten, sowie der Bestand an verwaltetem Vermögen in nachhaltigen Anlagen auf insgesamt mehr als 200 Milliarden Euro steigen.

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