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Paul Achleitner : Deutsche-Bank-Chefaufseher gegen neue Strategie für Investmentbanker

  • Aktualisiert am

Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner im Mai 2018 in Frankfurt Bild: Reuters

In einem Interview mit der F.A.S. hat Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing von den Investmentbankern seines Hauses rasch bessere Ergebnisse gefordert. Aufsichtsratschef Achleitner zeigt sich jetzt geduldiger.

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          Nach dem Scheitern der Fusionsverhandlungen der Deutschen Bank lehnt Aufsichtsratschef Paul Achleitner einen Strategiewechsel bei der Investmentsparte ab. In einem am Montag veröffentlichten Interview mit der „Financial Times“ (FT) verteidigte er die Bemühungen der Sparte, die seit zwei Quartalen Verluste einfährt, das Ruder wieder herumzureißen.

          Jeder Manager müsse sich ständig an ein sich wandelndes Marktumfeld anpassen, sagte er. In diesem Fall gehe es jedoch nicht um die Strategie, sondern um die Ausführung. Gerade in einem Geschäftsfeld wie den Kapitalmärkten, das so volatil und raschen Veränderungen unterworfen sei, werde es auch in Zukunft ständig Anpassungen geben.

          Achleitner betonte, dies sei seine persönliche Sicht. Der Manager galt als Befürworter einer Fusion mit der Commerzbank. Nach dem Scheitern ihrer Fusionsverhandlungen wollen Deutsche Bank und Commerzbank ihre Probleme nun alleine lösen.

          Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing setzte in einem Interview die Investmentbanker seines Hauses unter Druck: „Im Kapitalmarktgeschäft haben wir zuletzt wenig verdient“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Bei stabileren Märkten könne die Deutsche Bank dort auch wieder wachsen. „Richtig ist allerdings auch: Wenn sich das nicht nachhaltig verbessert, dann werde ich auch so konsequent sein und sagen: Da müssen wir uns etwas anderes überlegen.“ 

          In der FT widersprach Achleitner zudem den Mutmaßungen, die Deutsche Bank habe die Fusion mit der Commerzbank nur deshalb vorangetrieben, weil sie zu dem Schluss gekommen sei, alleine nicht bestehen zu können. „Dieser Eindruck mag herumgehen, ist aber falsch“, sagte der Aufseher der Zeitung. Der Sinn der Verhandlungen habe darin gelegen, Fakten zu schaffen und anhand dieser eine Entscheidung zu treffen. 

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