https://www.faz.net/-gqe-9o078

Umstrittener Unkrautvernichter : Deutsche Bahn will kein Glyphosat mehr nutzen

  • Aktualisiert am

Eine alte Bahntrasse zwischen Duisburg Wedau und Mühlheim an der Ruhr Bild: dpa

Bislang ist die Deutsche Bahn der größte Einzelabnehmer des Unkrautvernichters in Deutschland. Jetzt hat das Unternehmen Alternativen im Blick.

          Die Deutsche Bahn will den Unkrautvernichter Glyphosat nicht länger nutzen und gemeinsam mit der Bundesregierung alternative Mittel erforschen lassen. „Zusammen mit dem Bundesumweltministerium wollen wir ein Forschungsprojekt aufsetzen, um wirksame Möglichkeiten zu finden, die 33.000 Kilometer Streckennetz ohne Glyphosat und damit ebenso umweltfreundlich wie sicher zu betreiben“, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla der „Wirtschaftswoche“, wie das Magazin am Freitag berichtete.

          Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) begrüßte den Vorstoß. „Wenn die Bahn Alternativen dazu entwickeln will, begrüße ich das sehr und werde dies auch unterstützen“, sagte sie dem Magazin. Die Deutsche Bahn ist mit rund 65 Tonnen pro Jahr größter Einzelabnehmer von Glyphosat in Deutschland.

          Laut dem Magazin hat die Bahn nun drei Verfahren identifiziert, die als mögliche Alternativen im Gleisbereich zum Einsatz kommen könnten. So könne Unkraut etwa durch den Einsatz von Heißwasser, Elektroschocks oder energiereichem UV-Licht bekämpft werden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Eingriff in die bundesweite Verteilung von Krankenhäusern muss mit chirurgischer Präzision ausgeführt werden – sonst leidet die Versorgungssicherheit vor allem auf dem Land schnell.

          Zu viele Hospitäler : Der Patient Deutschland

          Die Deutschen lieben ihr Krankenhaus in direkter Nähe – mag es auch noch so schlecht ausgestattet sein. Daher hat auch die Politik kein Interesse an einem großflächigen Abbau der Hospitäler. Vernünftig ist das nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.