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Ab 2020 : Deutsche Bahn will Glyphosateinsatz halbieren

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Es grünt und grünt - viel Arbeit für die bahn. Bild: dpa

Die Bahn ist derzeit der größte Glyphosat-Abnehmer in Deutschland, will den Einsatz des Unkrautvernichters nun aber stark verringern. Doch was ist die Alternative?

          Die Deutsche Bahn will den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat entlang der Schienen ab dem kommenden Jahr um die Hälfte reduzieren. „Weite Teile des Streckennetzes“ würden ab 2020 nicht mehr mit dem Herbizid behandelt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Bahn will demnach stattdessen künftig mehr auf mechanisch-manuelle Verfahren setzen, um den Gleisbereich von Bewuchs freizuhalten.

          Eine „umweltfreundliche Vegetationskontrolle“ gehöre zu den wichtigsten Unternehmenszielen der neuen Bahn-Strategie, erklärte das Unternehmen. Die Bahn ist derzeit größter Einzelabnehmer von Glyphosat in Deutschland. Der Anteil der Bahn liegt bei 0,4 Prozent der in Deutschland insgesamt ausgebrachten Herbizidmenge.

          57 Tonnen Glyphosat im Gleisbereich

          Erst im Juni hatte die Bahn erklärt, gemeinsam mit der Bundesregierung alternative Mittel erforschen lassen zu wollen. Wie die Bahn nun mitteilte, werden derzeit mögliche Verfahren auf Basis des Einsatzes von Heißwasser, elektrischem Strom und UV-C-Licht geprüft, um die 33.000 Kilometer Streckennetz zu bearbeiten.

          Die Bahn brachte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 57 Tonnen Glyphosat im Gleisbereich aus. Im Jahr 2017 waren es noch 67 Tonnen, ein Jahr zuvor 70 Tonnen. Glyphosat steht in der Kritik, weil es möglicherweise eine krebsauslösende Wirkung hat. Dies ist in der Forschung allerdings umstritten. Die Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland gelangten zu dem Schluss, dass von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgeht. Dagegen konstatierte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ sei.

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