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Verspätungen : Schweizer Bahnsprecher spottet über Deutsche Bahn

  • Aktualisiert am

Heute streiken die Lokführer wieder einmal. Bild: dpa

Die Deutschen ärgern sich schon genug über viele Verspätungen „ihrer“ Bahn. Ganz besonders am Tag des Lokführer-Streiks. Nun macht sich ein Sprecher der Schweizer Bahn lustig - und lässt die Welt daran teilhaben.

          Die Verspätungen der Bahn treiben schon ihre deutschen Kunden regelmäßig zur Weißglut. Noch schlimmer wird es, wenn der wichtige Anschlusszug schon abgefahren ist oder der Zug einfach liegenbleibt und gar nicht weiterfährt.

          Christian Ginsig, der stellvertretende Leiter der Medienstelle der Schweizer Bundesbahn (SBB), hat nun eigene Erfahrungen gemacht, als er vor wenigen Tagen von Zürich nach Stuttgart und von dort dann nach Karlsruhe und wieder zurück in die Schweiz gefahren ist - und hat sie der ganzen Welt fleißig mitgeteilt.

          Ginsig spottete über den Kurznachrichtendienst Twitter zum Beispiel über die Sprache der deutschen Kollegen, wie die Nachrichtenseite „20 Minuten“ berichtete. „In Deutschland haben Züge keine Verspätung, sondern eine voraussichtliche Ankunftszeit. Danach gibts 'Ihre nächsten Reisemöglichkeiten’,“ twitterte er, nachdem er in Karlsruhe wegen einer Verspätung den Anschlusszug verpasst hatte.

          Weiterhin teilte er der Twitter-Gemeinde mit, dass im Speisewagen seines Zuges die Backofentür kaputt gegangen sei. Zudem wäre die Kaffeemaschine defekt. Ein anderer Fahrgast, der ganz in seiner Nähe gesessen habe, hätte zu seinem Chili nur einen Teelöffel bekommen und keinen Esslöffel.

          SBB-Twitterer Ginsig hat auch schon auf Kritik an seinem Spott über den deutschen Bahnbetreiber reagiert: „Die Tweets habe ich im privaten Rahmen geäußert. Ich fahre selbst sehr viel mit der Bahn. Wenn ich von meinen privaten Reisen schreibe, sind die Tweets auch immer mit einem Augenzwinkern zu verstehen.“ Rückendeckung erhielt er dabei auch von seinem Vorgesetzten, dem Leiter der SBB-Medienstelle Stephan Wehrle: „Ich sehe kein Problem, die Tweets sind keine offiziellen Statements der SBB und mit einem Schmunzeln zu quittieren.“

          Übrigens: Nicht nur über die Deutsche Bahn hat Ginsig unlängst „berichtet“ - in einem Video äußerte er sich außerdem über den aus seiner Sicht desolaten Zustand italienischer Bahnhöfe.

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