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Test von Bahn und Alstom : Wie viel Power hat der Batteriezug?

  • -Aktualisiert am

Der Batteriezug der Deutschen Bahn und Alstom Bild: dpa

Die Deutsche Bahn will bis 2040 klimaneutral werden. Derzeit erprobt sie mit Herstellern unterschiedliche Technologien wie den Batteriezug. Dieser soll auch auf nicht-elektrifizierten Strecken fahren.

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          Das Brummen des Dieselmotors ist unüberhörbar am Bahnhof in Herrenberg bei Stuttgart. Die Gleise 101 und 102 sind Kopfgleise mit einem gemeinsamen Mittelbahnsteig. Hier beginnen die Regionalbahnen. Unter der Woche verstummen die Geräusche des Dieselmotors auch immer wieder. Denn dann fährt hier der erste voll zugelassene Batteriezug von Alstom ein, den der französische Hersteller zusammen mit der Deutschen Bahn seit Ende Januar auf Alltagstauglichkeit im Fahrgastbetrieb einem mehrmonatigen Test im Regionalverkehr unterzieht. Unter der Woche in Baden-Württemberg zwischen Horb und Stuttgart, an den Wochenenden in Bayern zwischen Pleinfeld und Gunzenhausen im Fränkischen Seenland.

          Die Deutsche Bahn will bis 2040 klimaneutral werden. Und daher erprobt sie mit Herstellern derzeit unterschiedliche Technologien. Die Batteriezüge eignen sich nach Angaben des Staatsunternehmens für kurze Strecken mit nicht elektrifizierten Abschnitten, die bislang mit Dieselfahrzeugen betrieben wurden. Um zum Beispiel alle Dieselstrecken in Deutschland mit Batteriezügen zu bedienen, seien etwa 129 bis 150 Ladestationen notwendig, sagt ein Alstom-Sprecher. Insgesamt 450 Linien im deutschen Schienennetz werden nach Angaben der Bahn bislang ausschließlich mit Dieselzügen befahren. 60 Prozent des deutschen Schienennetzes seien elektrifiziert, und der Anteil soll weiter gesteigert werden: Bis 2030 sollen rund 760 Kilometer des Bahnnetzes elektrifiziert werden. Fernverkehrszüge fahren nahezu vollständig unter der elektrischen Oberleitung. Im Güterverkehr werden annähernd 90 Prozent aller Zugkilometer elektrisch zurückgelegt.

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