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Check-in im ICE : Weiterschlafen, wenn der Schaffner kommt

Kunden mit Handyticket können sich demnächst auf bestimmten Strecken selbst einchecken. Bild: Picture-Alliance

Rund 140 Millionen Passagiere nutzen ICE-Flotte der Bahn – so viele Menschen wie noch nie. Und die könnten in Zukunft noch komfortabler unterwegs sein.

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          Voraussichtlich so viele Menschen wie noch nie nutzen 2017 die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn. Der Konzern geht von mehr als 140 Millionen Passagieren aus. „Auch in diesem Jahr steuern wir auf einen neuen Fahrgastrekord hinzu“, sagte die Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr, Birgit Bohle, am Donnerstag in Berlin. Im ersten Halbjahr nutzten 68 Millionen Kunden IC- oder ICE-Züge. Das seien 1,6 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum, hieß es.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Bohle prognostizierte für dieses Jahr zudem eine Pünktlichkeitsquote von 80 Prozent im Fernverkehr. Ziel seien 85 Prozent im Jahr 2020. Den Kundenzuspruch betrachtet die Managerin als Ansporn, Produkte und Serviceleistungen weiter zu verbessern. Man wolle die Kunden auch künftig für eine Reise mit der Bahn begeistern. Dazu stellte das Unternehmen am Donnerstag eine Reihe von Innovationen vor.

          Unter anderem will die Deutsche Bahn nach Störfällen ihre Kunden besser informieren. Auf Bahnhöfen, wo die Akustik bislang meist schlecht ist, soll neue Technik eine „punktgenaue Beschallung“ ermöglichen und damit die Durchsagen verständlicher machen. Modulare Lautsprecher erlaubten es, Audiowellen wie einen Lichtstrahl auf beliebige Punkte im Raum zu richten, hieß es. „Somit kann präzise bestimmt werden, wo etwas zu hören ist und wo nicht“, erläuterte das Unternehmen.

          Daneben wird in mehreren ICE-Zügen derzeit ein sogenannter Komfort-Check-in getestet. Er soll die Fahrkartenkontrolle im Zug künftig entbehrlich machen. Damit haben Kunden mit Sitzplatzreservierung die Möglichkeit, sich einfach mit der App DB Navigator im Zug selbst einzuchecken. Bahnchef Richard Lutz lobte die „Innovationskraft“ seines Konzerns: „Wir sind nicht nur bereit für die Mobilität der Zukunft. wir gestalten sie.“

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