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Bahn-Tarifverhandlungen : Neues Angebot überzeugt Lokführer nicht

  • Aktualisiert am

Fährt im Moment: Ein Intercity 2 der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof von Hannover. Bild: dpa

Die Bahn und die Gewerkschaften verhandeln weiter – und es ist zäh. Für Fahrgäste gilt: So lange geredet wird, gibt es keine Streiks. Doch das kann sich jederzeit ändern.

          Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn zeichnet sich keine rasche Lösung ab. Die Deutsche Bahn legte am Mittwoch ein neues Angebot an die Gewerkschaften EVG und GDL vor und wollte so Bewegung in die schwierigen Verhandlungen bringen. Ein Kompromiss kam aber zunächst nicht zustande.

          Beide Seiten wollen an diesem Donnerstagvormittag wieder zusammenkommen, nachdem sie die Gespräche in der Nacht unterbrochen hatten. Zum Zwischenstand machten Sprecher von Bahn und EVG keine Angaben. Die EVG hatte am Montag mit einem Warnstreik den Zugverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmgelegt.

          Die Bahn bietet den beiden Gewerkschaften mehr Lohn für die Beschäftigten an. Strittig bleibt aber weiter, wie hoch die Steigerung ausfallen soll. Die EVG hatte ursprünglich wie die konkurrierende Lokführergewerkschaft GDL 7,5 Prozent mehr Geld gefordert. Das erste Angebot der Bahn sah zwei Anhebungen vor: 2,5 Prozent zum 1. März 2019, weitere 2,6 Prozent zum 1. Januar 2020, bei einer Vertragslaufzeit von 29 Monaten. Für die Monate Oktober 2018 bis Februar 2019 sollte eine Einmalzahlung von 500 Euro hinzukommen.

          Laut GDL-Chef Claus Weselsky hat die Bahn in ihrem neuen Angebot die erste Erhöhungsstufe auf 3,2 Prozent aufgestockt, verlange zugleich aber eine längere Laufzeit. Welche Zugeständnisse das neue Angebot genau enthält, blieb zunächst offen.

          Die GDL lehnte das Angebot schon ab und will weiterverhandeln. Weselsky sprach im SWR von „Taktiererei“. Das neue Angebot sei „genauso viel wert wie das vorhergehende Angebot“, sagte er.

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