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Nach Krisenjahr : Bahn meldet Gewinnrückgang von 30 Prozent

  • Aktualisiert am

Die Zentrale der Deutschen Bahn Bild: dpa

Der Gewinn der Deutschen Bahn ist im vergangenen Jahr stark eingebrochen. Die Prognosen für dieses Jahr sehen ebenfalls schlecht aus. In einer anderen Kategorie wurde ein Rekord aufgestellt.

          Der Gewinn der Deutschen Bahn ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das Jahresergebnis sackte 2018 auf 542 Millionen Euro und lag damit fast 30 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der bundeseigene Konzern am Donnerstag in Berlin mitteilte. 2017 lag der Gewinn noch bei 765 Millionen Euro. Für das Jahr 2019 rechnet die Bahn ebenfalls mit weiter sinkendem Gewinn. In diesem Jahr werde der Betriebsgewinn auf gut 1,9 Milliarden Euro zurückgehen, teilte der Staatskonzern mit. Der Umsatz soll dagegen leicht auf über 45 Milliarden Euro zulegen.

          Der Konzern erreichte nach einem scharfen Sparkurs mit einem generellen Ausgabenstopp das mehrfach gekürzte Betriebsgewinnziel von 2,1 Milliarden Euro knapp. Der Umsatz stieg dagegen unter anderem wegen eines neuen Passagierrekords im Fernverkehr um drei Prozent auf gut 44 Milliarden Euro, bestätigte der Staatskonzern entsprechende Reuters-Berichte. Geholfen hat der Bahn dabei auch ein neuer Passagierrekord mit erstmals über 150 Millionen Fahrgästen in IC und ICE, der allerdings mit zahlreichen Sonderangeboten erkauft wurde. Auch die internationale Spedition Schenker lief vergleichsweise gut.

          Der Nettogewinn, der der Bahn nach Abzug von Steuern und Zinszahlungen auf die fast 20 Milliarden Euro Schulden bleibt, reicht nicht einmal, um die Dividende von 650 Millionen Euro an den Bund zu zahlen. Da dem Unternehmen allein in diesem Jahr 2,2 Milliarden Euro unter anderem für die Investitionen in höhere Pünktlichkeit fehlen, bereitet die Bahn den Verkauf oder einen Börsengang der internationalen Nahverkehrstochter Arriva vor.

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