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Deutsche Bahn : Die Maskenpflicht soll auch im ICE gelten

Bald nur noch mit Maske? Bild: dpa

Reisende sollen bald nicht mehr nur im öffentlichen Nahverkehr Maske tragen, fordert Verkehrsminister Scheuer – und erwartet große Zustimmung.

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          Reisende sollen nicht nur im öffentlichen Nahverkehr, sondern auch in den Fernzügen der Deutschen Bahn Schutzmasken tragen. Eine solche Maskenpflicht will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in Abstimmung mit den Ministerpräsidenten diese Woche auf den Weg bringen, wie er am Montag in Berlin ankündigte.

          Kerstin Schwenn
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          In städtischen Bussen, S-, U- und Straßenbahnen ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in allen Bundesländern seit Wochenbeginn Pflicht. Scheuer erwartet große Zustimmung für seinen Vorschlag. „Es entwickelt sich ein kulturelles Bewusstsein für den Schutz durch die Maske“, sagte er. „Jeder wird seine Maske dabei haben.“ Insofern sei eine Maskenpflicht im Fernverkehr kein „Sprung“. Wichtig sei nur, dass in Deutschland in dieser Hinsicht kein Flickenteppich entstehe.

          Wann ist ein Zug ausgelastet?

          Auch darüber hinaus müsse der Gesundheitsschutz im inländischen und im grenzüberschreitenden Bahnverkehr organisiert werden. In Anbetracht des nötigen Abstands zwischen den Fahrgästen müsse die Politik entscheiden, ob die Züge vielleicht mit 30 oder 40 Prozent Fahrgästen schon ausgelastet seien. Darüber sei er mit der Bahn im Gespräch.

          Die Bundesregierung stimme sich überdies in Vorbereitung der EU-Verkehrsminister-Konferenz an diesem Mittwoch mit anderen Ländern ab. Dabei stelle sich auch die Frage, ob das deutsche Bahnsystem ohne Reservierungspflicht so beibehalten werden könne, sagte Scheuer. Er sei grundsätzlich ein Verfechter des „offenen Systems“, weil es flexibler sei. Allerdings sei es jetzt auch nötig, zum Schutz der Gesundheit Verkehrsströme an Bahnhöfen und in Zügen zu kontrollieren.

          Scheuer betonte, bei der Bahn gelte wie im ÖPNV derzeit das Prinzip „Verfügbarkeit geht vor Wirtschaftlichkeit“. Die Länderverkehrsminister wollten im Laufe der Woche in Abstimmung mit seinem Ministerium einen Finanzierungsvorschlag zur Abfederung der hohen Einbußen im ÖPNV vorlegen, die schon bis jetzt auf 1 Milliarde Euro geschätzt werden. Auch die Deutsche Bahn werde „eine Zahl nennen müssen“. Scheuer bestätigte, dass kräftige Ausfälle bei der Lkw-Maut zu befürchten seien, da der Lkw-Verkehr auf 30 Prozent gesunken sei. „Über einen Ausgleich werden wir mit dem Finanzminister reden müssen“, sagte er. Die Einnahmen sind zur Finanzierung von Straßenprojekten fest eingeplant.

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