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Deutsche Bahn : Alte Bomben

  • -Aktualisiert am

Alte Lokomotiven der Deutschen Bahn werde in Leverkusen zerlegt. Bild: Reuters

Es ist spürbar Druck heraus aus dem Topf bei der Deutschen Bahn. Doch mit Stuttgart 21 tickt eine alte Bombe neu.

          Die Politik ist abgekommen von ihrem winterlichen Konfrontationskurs gegen Bahnchef Richard Lutz. Auch die mühsamen Finanzverhandlungen zwischen Bund und Bahn über die Milliardenmittel für die Infrastruktur sind jetzt fast unter Dach und Fach. Es ist spürbar Druck heraus aus dem Topf.

          So konnte Lutz seine Jahresbilanz – den sinkenden Gewinn, die höheren Schulden und die bescheidene Pünktlichkeit der Bahn – unaufgeregt vortragen. Diese Stimmung wollte auch Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla nicht trüben, der dem Bund für seine finanzielle Unterstützung artig dankte – obwohl sich der Vorstand gerade für die Digitalisierung der Schiene doch deutlich mehr Geld erhofft. Der frühere Kanzleramtsminister ist immer noch Politiker genug, um solche Gefechte nicht öffentlich auszutragen.

          Fast übertrieben gelassen indes äußerte sich Pofalla zu Stuttgart21, dem heikelsten Projekt des Konzerns. Hier tickt eine alte Bombe neu. Es mehren sich Anzeichen, dass angesichts geologischer Probleme und steigender Baupreise spätestens im Sommer der schon x-mal nachgebesserte Finanzrahmen wieder gerissen wird. Dann wird der Druck auf Pofalla steigen – und der auf Lutz auch.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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