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Ausbau des Fernverkehrs : Deutsche Bahn kauft Züge für 550 Millionen bei spanischem Hersteller

  • Aktualisiert am

Ein Zug des Typs ICE 4 der Deutschen Bahn (DB) verlässt den Hauptbahnhof in München (Bayern). Bild: dpa

Bis 2030 will die Bahn jährlich 200 Millionen Fahrgäste transportieren. Da fängt sie lieber jetzt schon damit an, neue Züge zu bestellen – unter anderem beim spanischen Hersteller Talgo.

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          Der spanische Zughersteller Talgo hat einen Großauftrag der Deutschen Bahn an Land gezogen: Für rund 550 Millionen Euro soll Talgo zunächst insgesamt 23 Fernverkehrszüge an die Deutsche Bahn liefern, gaben beide Unternehmen am Dienstag bekannt. Insgesamt sieht der Rahmenvertrag die Lieferung von bis zu 100 Zügen vor, sagte eine Bahn-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

          „Die ersten Züge sollen ab 2023 in Betrieb genommen werden“, erklärte die Sprecherin. Eingesetzt werden sollen sie demnach auf Fernverkehrsstrecken, die nicht von ICE-Zügen bedient werden: zwischen Berlin und Amsterdam, Köln und Westerland sowie zwischen Hamburg und Oberstdorf.

          Die Bahn will ihr Angebot im Fernverkehr mit weiteren neuen Zügen ausbauen. In diesem Jahr kämen 15 zusätzliche ICE 4 dazu, sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Zehn neue Doppelstock-Intercitys (IC2) sollen ebenfalls 2019 den Betrieb aufnehmen. Insgesamt sollen bis 2024 somit 200 neue Züge für mehr als sechs Milliarden Euro in die Flotte kommen. Daneben würden ältere ICE 1 und ICE 3 generalüberholt.

          Damit wolle die Bahn die erfreuliche Tendenz fortschreiben, „dass so viele Menschen wie niemals zuvor mit unseren ICE und IC-Zügen fahren“, sagte Huber. Im vergangenen Jahr seien deutlich mehr als 145 Millionen Fahrgäste in den Fernzügen unterwegs gewesen – nach 142 Millionen im Jahr zuvor und 130 Millionen zum Start eines neuen Fernverkehrskonzepts 2015. „Bis 2030 werden wir dann in der Lage sein, sogar 200 Millionen Menschen im Fernverkehr zu befördern.“

          Im Tagesgeschäft steht der bundeseigene Konzern wegen Unpünktlichkeit und Servicemängeln bei vielen Fernzügen in der Kritik. Auch unter Druck der Bundesregierung soll die Bahn die Probleme möglichst schnell in den Griff bekommen. Die Grünen hatten zuletzt eine Ausweitung des Fernzug-Netzes auf bisher abgekoppelte Großstädte gefordert.

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