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Deutsche Bahn : Auch Güterzüge kommen häufig zu spät

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Ein Güterzug fährt aus dem Hauptbahnhof in Augsburg. Bild: dpa

Vor allem Bahn-Pendler klagen regelmäßig über unpünktliche Züge. Bei der Güterbranche sieht es allerdings nicht besser aus – im Gegenteil.

          Nicht nur Fahrgäste, auch Unternehmen warten mitunter auf die Bahn. Bei Güterzügen in Deutschland nehmen Verspätungen zu, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage hervorgeht. Demnach kamen im vergangenen Jahr 39,3 Prozent aller Güterzüge zu spät. Im Vorjahr waren es 37,9 Prozent gewesen, davor 35,3 Prozent, wie der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann, in der Antwort schreibt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

          „Die Wirtschaft und die Logistikunternehmen können sich in Deutschland und dem europäischen Ausland nicht auf den Transport auf der Schiene verlassen“, kritisierte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung. Für einen schnellen Umstieg von der Straße auf die Schiene fehlten Infrastruktur und Kapazitäten.

          Straße legte zuletzt schneller zu als Schiene

          Knapp drei Viertel aller Güter in Deutschland werden nach Bahnangaben per Lastwagen transportiert. Die Straße legte zuletzt schneller zu als die Schiene. Gut die Hälfte der Güter auf der Schiene bewegt die Deutsche Bahn, das Geschäftsfeld DB Cargo macht ihr aber seit Jahren Schwierigkeiten. Nach Ferlemanns Angaben konnte sie 2018 von 365.000 Sonderzuganfragen 5900 nicht annehmen, weil die Kapazität fehlte.

          Die Pünktlichkeit ließ bei DB Cargo aber nicht weiter nach. 72,8 Prozent ihrer Güterzüge waren laut Geschäftsbericht pünktlich, ein wenig mehr als 2017. 2016 waren es noch 75,6 Prozent gewesen. Die Bahn wertet Güterzüge mit bis zu einer Viertelstunde Verspätung noch als pünktlich.

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