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Handelskonflikt : Der Streit zwischen Amerika und China trifft auch Daimler

  • Aktualisiert am

Daimler-Werk in Alabama Bild: dpa

Der Handelskonflikt zwischen Amerika und China belastet auch die deutsche Autoindustrie. Der Konzern Daimler warnt nun vor sinkenden Gewinnen.

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          Daimler warnt wegen des Handelsstreits zwischen Amerika und China vor sinkenden Gewinnen im laufenden Geschäftsjahr. Die höheren chinesischen Zölle für in den Vereinigten Staaten hergestellte Autos könnten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden, erklärte der Konzern am Mittwochabend in einer Pflichtmitteilung. Zudem werde man wegen der Abgaben wohl weniger Geländewagen in der Volksrepublik als erwartet verkaufen. Der Betriebsgewinn des Konzerns werde voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen.

          Die Vereinigten Staaten haben Zölle für zahlreiche chinesische Produkte erlassen, worauf die Führung in Peking mit höheren Abgaben auf amerikanische Waren reagiert hat. Zudem hat der amerikanische Präsident Donald Trump mit weiteren Aufschlägen auf chinesische Waren mit einem Volumen von 200 Milliarden Dollar gedroht. China hat für diesen Fall Vergeltung angekündigt. Davon betroffen wären möglicherweise SUVs, die aus dem Daimler-Werk in Alabama in die Volksrepublik geliefert werden. Allein im vergangenen Jahr wurden in dem Bundesstaat mehr als 286.000 Fahrzeuge gebaut, die nach Unternehmensangaben in mehr als 135 Märkte exportiert werden.

          Daimler rechnet auch mit Belastungen durch den Rückruf von Dieselfahrzeugen. Wegen des Vorwurfs einer unzulässigen Abgastechnik muss Daimler europaweit 774.000 Fahrzeuge zurückrufen, darunter 238.000 in Deutschland. Daimler will den Rückruf umsetzen, hatte unlängst aber Widerspruch angekündigt.

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